Eine bewegte Nacht mit Emmi und Leo
Gestern abend fing ich an, „Alle sieben Wellen“ zu hören und habe es in einem Rutsch durchgehört. Jetzt schwebe ich nach einer weitgehend schlaflosen Nacht immer noch im siebten Himmel der Wortspielereien und der Geschichte um Emmi und Leo.
„Alle sieben Wellen“ ist ein Roman in modernisierter Briefform. Das gesamte Buch besteht ausschließlich aus Emails von Emmi und Leo. Ach nein, beinah hätte ich den Dritten im Bunde vergessen, den Systemmanager.
Die Handlung schließt direkt an das Ende von „Gut gegen Nordwind“ an. Emmi kommuniziert mit dem Systemmanager, bis Leo dann doch wieder auftaucht. In der längeren Schreibpause hat er in Boston Pamela kennengelernt, was Emmi nicht gut aufnimmt. Sie überredet Leo zu einem Treffen mit dem Argument „Denn das einzig vernünftige Ende einer innigen Nicht-Begegnung ist die Begegnung.“ Doch wird es zu diesem Treffen kommen? Das verrate ich hier nicht.
Auch „Alle sieben Wellen“ ist wieder ein Feuerwerk an Sprachwitz und –spielerei. Der Grundton ist nicht mehr ganz so leicht und locker wie beim Vorgänger. Verständlich, denn inzwischen leben beide in festen Partnerschaften und möchten die realen Partner nicht verletzen. Gleichzeitig können sie aber doch nicht voneinander lassen und schreiben sich viele skurrile, ernste, traurige, ironische, sarkastische, aufmunternde, verletzende, andeutungsvolle, provozierende, suggestive, melodramatische und vor allem liebevolle Emails. Ihre Fans durchleben mit ihnen einige Höhen und Tiefen.
Als Leserin, nein Zuhörerin, fällt es manchmal schwer, die Antwort des anderen abzuwarten. Durch die Briefform bekommt der Leser nicht direkt die Antwort auf Fragen von Emmi oder Leo, sondern muss bis zur nächsten Email des Gefragten warten. Oder auch mal etwas länger, denn es wären ja nicht Emmi und Leo, wenn sie sich alle Fragen direkt beantworten würden. Die beiden sind immer noch abwechselnd so herrlich konsequent inkonsequent und ihre Beziehung nimmt einige überraschende Wendungen.
An sich scheint es widersprüchlich, einen solchen Briefroman, der essentiell der Schriftform bedarf, als Hörbuch zu vertonen. Dank Andrea Sawatzki und Christian Berkel birgt die ungekürzte Hörversion noch mehr Vergnügen. So kann man zuhören, wie Emmi und Leo frotzeln, sich aufmuntern, genervt oder niedergeschlagen sind und kann das Knistern zwischen den beiden fast auch hören. Es ist unglaublich, wieviel Tiefe und Bedeutung die beiden Sprecher in die Worte „so so so“ geben können.
Wenn ich jetzt das gedruckte Buch durchblättere, höre ich die Stimmen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Für mich sind sie Emmi und Leo.
Warnung: Suchtgefahr
Empfehlung: Viel Zeit zum Hören / Lesen nehmen
Verfasst von sassenach am 20.02.2009.
Ein wunderschönes Buch, das zu Herzen geht – Pflicht für jedes Bücherregal! ...weiter
Verfasst von
redfox
am 26.01.2009.
Bewertung:
Wie soll man etwas beschreiben, das unbeschreiblich (schön) ist? ...weiter
Verfasst von
Daniela Moehrke
am 31.01.2009.
Bewertung:
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Verfasst von
urlaubsbille
am 16.03.2009.
Bewertung:
Eine Beziehung wie die siebte Welle ...weiter
Verfasst von
Keksigirl
am 20.03.2009.
Bewertung:
Ich bin so, so, so verzaubert ...weiter
Verfasst von
Sillesoeren
am 29.03.2009.
Bewertung:
Langweilig und oberflächlich ...weiter
Verfasst von
stjerneskud
am 03.04.2009.
Bewertung:
Emmi Rothner und Leo Leike sind sich durch Zufall virtuell begegnet. Im 1. Band dieser bezaubernden Liebesgeschichte - „Gut gegen Nordwind“ - lernen sie sich per Email kennen und entwickeln Gefühle füreinander, jedoch begegnen sie sich nie persönlich. Wem das Ende dieser Liebesgeschichte zwar realistisch, doch nicht wirklich befriedigend erschien, kommt jetzt mit dem Nachfolger-Roman „Alle sieben Wellen“ voll auf seine Kosten. ...weiter
Verfasst von
Kerstin Thieme
am 14.05.2009.
Bewertung:
Emmi und Leo. Auch in der Fortsetzung von „Gut gegen Nordwind“ bestreiten Emmi und Leo ihre Gefühle gemeinsam.
Nach neunmonatiger Sendepause nimmt Emmi den E-Mail Kontakt wieder auf. Leo kehrt aus Boston zurück. Und so nimmt die E-Mail Beziehung aufs Neue ihren Lauf, denn trennen können sie sich ja doch nicht voneinander.
Wird es ein Treffen geben? Wie wird das Treffen verlaufen? Was werden sie nach dem Treffen voneinander halten?
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Verfasst von
cörchen
am 16.07.2009.
Bewertung:
Im Vorfeld möchte ich eines zu den etwas negativen Kritiken sagen: Natürlich würde man heute keine solcher E-Mails in seinem Postfach vorfinden. Doch sind Bücher die Realität? Würden wir sie dann überhaupt noch lesen, wenn in jedem zweiten etwas über den Krieg im Irak steht oder einen Amoklauf zum Thema macht? Nein, denn dann könnten wir das Träumen sein lassen und uns der harten Wirklichkeit stellen. ...weiter
Verfasst von
rebellyell666
am 29.09.2009.
Bewertung:
Nachdem ich mit Begeisterung Teil 1 (Gut gegen Nordwind) an einem winterlichen Tag verschlungen hatte, konnte ich es kaum erwarten, dass die Email-Romanze um Emmi und Leo weitergeht. ...weiter
Verfasst von
mocridhe
am 10.10.2009.
Bewertung:
Die Fortsetzung von "Gut gegen Nordwind". ...weiter
Verfasst von
Sylvia Wunsch
am 13.01.2010.
Bewertung:
Schöne Fortsetzung der virtuellen Liebe ... ...weiter
Verfasst von
Ilara26
am 16.02.2011.
Bewertung:
Dieses Buch wurde für Menschen geschrieben, die auf die siebte Welle warten. Die Wellen vorher sind ganz gewöhnliche Wellen, aber die siebte ist ganz außergewöhnlich und ganz anders als das vorherige. Man muss sich nur darauf einlassen und anfangen die Wellen zu zählen.
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Verfasst von
Melanie Enns
am 24.01.2012.
Bewertung:
224 Seiten (gebunden)
Deuticke
Erscheinungsdatum:
04.02.2009
ISBN: 9783552060937
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