Flug der Pelikane

Flug der Pelikane

von

Roman

192 Seiten (gebunden)
Kiepenheuer & Witsch

Erscheinungsdatum: 27.02.2009

ISBN: 9783462040951

Anton hält nichts mehr. Eleanor hat ihn verlassen, sein Job als Altenpfleger bietet keine Perspektive, und in Hamburg fühlte er sich noch nie zu Hause. Sein Ausweg: Pfannkuchen backen bei Onkel Jimmy in Manhattan.

Onkel Jimmys Luncheonette, das sind 30 geflieste Quadratmeter, 10 Stühle, drei Angestellte, 150 Gerichte auf der Speisekarte, Hektik am Grill, ein ständiges Kommen und Gehen – und trotzdem so etwas wie ein Zuhause. Das liegt vor allem an Jimmy, der alles im Griff und immer ein freundliches Wort für den Gast hat, und am prompten und zuvorkommenden Service, der selbst die abwegigsten Sonderwünsche zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.

Jimmys Welt besteht neben der Luncheonette, dieser Insel im Trubel Manhattans, aus einer anderen, der Öffentlichkeit lange nicht zugänglichen Insel: Alcatraz. Alles, was es über die legendäre Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco an Informationen gibt, findet sich in Jimmys großer weißer Kiste – und abrufbereit in seinem Repertoire von Fakten, Theorien und Anekdoten. Sein Hauptinteresse gilt dem berühmten Ausbruchsversuch von 1962, bei dem es drei Häftlingen tatsächlich gelang, die Gefängnismauern zu überwinden. Jimmys vehement vertretene Mindermeinung: Sie haben es geschafft, an Land zu kommen und eine neue Existenz zu führen. Anton gerät in den Sog dieser Geschichten und stößt dabei auf Stationen seiner eigenen Vergangenheit, denen er lieber auch entkommen wäre. Und er erkennt, warum es lebensnotwendig sein kann, daran zu glauben, dass man den Verhältnissen entfliehen kann.

Quelle: Kiepenheuer & Witsch

Rezensionen zu diesem Buch (1)

Das moderne Märchen von einem, der auszog, die Welt kennen zu lernen! Wie es einem ergeht, wenn man gerade den Laufpass von der Freundin bekommen hat, darüber grübelt Anton nach, als ihm die rettende Idee kommt, vorübergehend zu seinem Onkel Jimmy nach New York zu reisen. Eigentlich arbeitet er für die Caritas und weiß viele Geschichten über seine Besuche bei alten Leuten zu erzählen. Eine Weile aber werden sie ihn wohl schon entbehren können! ...weiter

Verfasst von am 24.02.2009

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