Enzo. Die Kunst, ein Mensch zu sein

von

Belletristik

Aus dem Amerikanischen von Werner Löcher-Lawrence

320 Seiten (gebunden)
Droemer

Erscheinungsdatum: 08.08.2008

ISBN: 9783426198049

Rezension von

Verfasst am: 08.03.2009

Bewertung:

  • 5/5 Sterne.

“Enzo. Die Kust ein Mensch zu sein” erzählt die Geschichte einer kleinen Familie aus der Sicht ihres Hundes Enzo. Genau genommen ist Enzo zunächst einmal des menschlichen Hauptprotagonisten Dennys ganze Familie, denn erst nachdem er Enzo hat, lernt Denny seine zukünftige Frau Eve kennen und sie bekommen zusammen eine Tochter.

Zu Beginn einmal ist Enzo eifersüchtig auf Eve, aber nach der Geburt der Tochter verstehen sie sich besser, denn Enzo wird akzeptiert und akzeptiert nun auch seinerseits die neuen Familienmitglieder.
Nach kurzer Zeit erkrankt Eve. Bevor sie stirbt wohnen sie und Zoe lange Zeit bei ihren Eltern. Nach ihrem Tod geht eine wahre Schlammschlacht zwischen Denny und Eves Eltern um das Sorgerecht für Zoë los. Während dieser wird Denny sogar einer Vergewaltigung Minderjähriger bezichtigt, was den ganzen Prozeß noch verlängert.

Diese gesamte Geschichte wird aus Enzos Sicht erzählt, der nebenbei immer wieder Weisheiten und Anekdoten aus dem Rennfahrer-Geschäft mit einfließen lässt, denn davon ist nicht nur Denny, sondern auch er selbst ein großer Fan, mit einigen metaphorischen Bezügen zum Auf und Ab des Lebens, der “Kunst ein Mensch zu sein”. Außerdem wirft Enzo immer wieder kleine witzige Gedanken ein, wie er handeln würde oder was er sagen würde, wenn er Mensch wäre.
Leider spielt es allerdings nach einer gewissen Zeit eigentlich keine Rolle mehr, dass das Buch aus der Sicht eines Hundes geschrieben wurde oder aus der eines normalen Erzählers.
Die Geschichte ist sehr tragisch und man fragt sich zeitweise schon, wie ein Mensch alleine so viel verkraften kann. Aber Denny hat ja Enzo, der ihm bis zuletzt zur Seite steht. Trotz aller Tragik fehlte mir in diesem Buch jedoch ein wenig das Gefühl. Vieles war zwar sehr traurig, plätscherte allerdings einfach so dahin, ohne wirklich rührend zu wirken.
Ebenso fehlte mir einfach der große Bezug zum Klappentext. Natürlich, Enzo glaubt und hofft, dass er in seinem nächsten Leben ein Mensch werden wird, aber so wirklich darauf ausgerichtet ist diese Geschichte nicht. Ich hätte mir eine treffendere Übersetzung des original Titels “The Art of Racing in the Rain” gewünscht.

Dennoch ein wirklich sehr schönes und flüssiges Werk über das Leben, die Liebe und vor allem auch über Freundschaft.

Migliedermeinung

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