Rezension: Bis(s) zum Ende der Nacht

Der letzte Band der Bissreihe hat mich fasziniert und gleichzeitig schockiert. Fasziniert, weil ich die Charaktere ins Herz geschlossen habe und unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte um Bella und Edward denn nun endet, und schockiert, weil ich mich mit dem Verlauf der Geschichte in diesem Band überhaupt nicht anfreunden konnte.

Die Wärme, die von Bella und Edward immer ausging, habe ich vermisst. Die kleinen Fehler, die Bella so liebenswert gemacht haben, waren plötzlich verschwunden. Sie wird viel zu perfekt dargestellt und das hat mich bereits nach kurzer Zeit einfach nur noch genervt. Reich, perfekt und ein schnelles Auto – ist das das Erstrebenswerte? In meinen Augen nicht.
Dort, wo vorher die Liebe zwischen den beiden das Wichtigste war, rücken plötzlich andere Dinge in den Vordergrund.
In diesem Buch war für mich eindeutig Jakob der Sympathieträger.

Frau Meyer hat zwar wieder sehr intensiv geschrieben aber leider wurde es an einigen Stellen einfach zu kitschig. Sachen, die vorher nicht möglich waren, funktionierten auf einmal doch. Es wirkt alles konstruiert, so als ob die Autorin es sich spontan so zurecht geschrieben hat, damit es passt, wie es ihr in den Sinn geschossen ist.
Dann habe ich mich die ganze Zeit gefragt, warum sich Bellas Mutter überhaupt nicht mehr bei ihr meldet? Der Kontakt bricht plötzlich ab, und alle geben sich damit zufrieden?
Am meisten gestört hat mich allerdings der Name Renesmee. Ist der Autorin wirklich nichts Besseres eingefallen? Mehr als einmal habe ich mit dem Kopf schütteln müssen.

Es stört mich selber, dass ich über diesen Band nicht viel Positives schreiben kann. Natürlich war die Erwartungshaltung nach dem dritten Band bei mir sehr hoch und ich bin enttäuscht, dass der Abschlussband in meinen Augen so schwach ausgefallen ist.
Obwohl die Spannung sich wieder durch das ganze Buch zog und ich so manches Mal versucht war, das Ende schon vorab zu lesen, bin ich der Meinung, es wäre besser nach dem dritten Band Schluss gewesen.

In diesem Fall ist es gar nicht so einfach, eine Rezension zu verfassen, in der man gleichzeitig erklärt, warum man diese Meinung hat, ohne dabei zu viel vom Verlauf der Geschichte preis zu geben. Ich hoffe, dass es mir dennoch gelungen ist, ohne zu viel verraten zu haben.

Auch wenn mich der letzte Band nicht so überzeugen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte, vergebe ich 3 Sterne. Stephenie Meyer hat mich mit ihrer Geschichte verzaubern können und das doch das Wichtigste!

Verfasst von goat am 22.03.2009.

 

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  • 2/5 Sterne.

 

 

Bookreporter
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Buchinfos

Bis(s) zum Ende der Nacht

Carlsen


Bis(s) zum Ende der Nacht

Roman

Aus dem Amerikanischen von Sylke Hachmeister

793 Seiten (gebunden)
Carlsen

Erscheinungsdatum:
14.02.2009

ISBN: 9783551581990


Nutzerbewertung:
  • 3/5 Sterne.

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Die Autorin

Stephenie Meyer

© David Stone

Stephenie Meyer

 

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