Rezension: Dem Tode nah

Hätte mehr aus der Geschichte herausgeholt werden können

Der 17-jährige Derek versteckt sich im Haus seines besten Freundes Adam, als der mit seinen Eltern in einen einwöchigen Urlaub aufbricht, um sich ungestört mit seiner Freundin Penny treffen zu können. Überraschenderweise kehrt die Familie Langley wenige Stunden später nach Hause zurück. Nur wenige Minuten später fährt ein weiteres Auto vor und Adams Vater öffnet die Haustür. Derek hört wie der unbekannte Besucher erst Adams Vater, dann Adams Mutter und zuletzt auch noch Adam erschießt. Völlig verstört kehrt er an dem Abend in sein Elternhaus zurück und verliert über das Erlebte zunächst kein Wort. Erst kürzlich waren in der Kleinstadt Promise Falls zwei Männer erschossen worden, nur wurde diesen keine allzu große Beachtung geschenkt. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Bluttaten?

Der Prolog verleitete mich dazu zu vermuten, dass ich einen richtig guten Thriller in die Hände bekommen hätte und ich freute mich auf unterhaltsame Lesestunden, nur leider kippte die Geschichte schon im ersten Kapitel. Ab da an geht es in der Ich-Form weiter und zwar nicht aus Dereks Sicht, sondern aus der seines Vaters. Dies störte mich sehr, weil ich in Gedanken immer noch bei Derek war und im Hinterkopf hatte, was er miterleben musste und dann muss man feststellen, dass nicht er die Geschichte erzählt. Eigentlich müsste Derek die Hauptperson sein, aber dadurch gerät er in den Hintergrund.

Der Perspektivenwechsel nahm dem ganzen die Fahrt und bremste die Spannung aus. Dadurch, dass der Vater ins Rampenlicht gestellt wird und in den Fokus gerät, nimmt man an, dass er sehr viel tiefer in die Ereignisse mit verstrickt und möglicherweise auch der Mörder ist. Es ist unklar, warum der Vater so stark hervorgehoben wird. Meines Erachtens ist der Vater sowieso ein wenig zu übertrieben dargestellt und ich konnte mich nicht so recht mit ihm anfreunden.

Die Ich-Form ist für diese Geschichte unglücklich gewählt. Sie hätte sehr viel mitreißender erzählt werden können. Ansonsten gefiel mir der Schreibstil und der Thriller ist gut geschrieben, so dass ich den ihn gerne gelesen habe. Nur hat mich die Auflösung des Falles nicht sonderlich angesprochen.

Den Thriller muss man nicht unbedingt gelesen haben.

Verfasst von stjerneskud am 28.03.2009.

 

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Bookreporter
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Buchinfos

Dem Tode nah

Ullstein Verlag


Dem Tode nah

Thriller

Aus dem Amerikanischen von Nina Pallandt

492 Seiten (broschiert)
Ullstein Taschenbuch

Erscheinungsdatum:
18.09.2008

ISBN: 9783548267449


Nutzerbewertung:
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Der Autor

 

Linwood Barclay

 

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