Der Photoapparat

Der Photoapparat

von

Roman

Aus dem Französischen von Joachim Unseld

120 Seiten (gebunden)
Frankfurter Verlagsanstalt

Erscheinungsdatum: Januar 2005

Die Helden Jean-Philippe Toussaints sind aus besonderem Holz geschnitzt, auch der namenlose Ich-Erzähler seines dritten Romans Der Photoapparat. Der nämlich faßt eines Tages in seinem „ansonsten ruhigen Leben“ den Entschluß, den Führerschein zu machen – wie wir später erfahren, bereits zum zweiten Mal – und begibt sich deshalb zu einer Fahrschule in seinem Pariser Quartier. Doch schon im Vorfeld geraten seine ebenso zögerlichen wie bestimmten Bemühungen um die Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen und vor allem die Beschaffung von Paßfotos ins Stocken und verlieren sich schließlich in einem Strudel von Ereignissen. Auf der Suche nach einem Gasflaschendepot, nach Linderung von Fußbeschwerden, nach Süßigkeiten für Pascale, nach dem Klassenzimmer von Klein-Pierre wird der Leser in eines jener abscheulichen Neubauviertel der Seine-Metropole entführt, nach Mailand und London, um mitten in stockfinsterer Nacht an einer gottverlassenen Straßenkreuzung in der Nähe von Orléans zu enden – „am Leben!“, zum Glück.
Der Antrieb zu dieser Odyssee ist, wie könnte es auch anders sein: die Liebe. Wir ahnen es bereits früh, unser sympathisch-konzilianter junger Mann spürt es erst später, als dieser „grippale Zustand“ schon ausgebrochen ist. Der Photoapparat ist ein Streifzug durchs Einfach-Komplizierte unserer modernen Welt, eine fröhliche Irrwanderung durch die Realität und – wie alle große Literatur – auch eine Suche nach sich selbst und damit: nach dem Leben.

Quelle: Frankfurter Verlagsanstalt

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