Obsession

von

Roman

Aus dem Japanischen von Sabine Mangold

224 Seiten (gebunden)
Ullstein

Erscheinungsdatum: 12.01.2009

ISBN: 9783550087172

Rezension von

Verfasst am: 12.07.2009

Bewertung:

  • 2/5 Sterne.

Abstoßend und nicht nachvollziehbar

Die 22jährige Rin kehrt mit ihrem frischgebackenen Ehemann Shin aus den Flitterwochen zurück. Im Flugzeug wird sie von der Wahnvorstellung gepackt, dass die Stewardess ihr den Ehemann abspenstig machen will. Sieben Jahre ziehen ins Land, als Rins Agent ihr vorschlägt eine Autofiktion zu schreiben. Dadurch werden Abschnitte aus ihrem Leben, in dem sie 15, 16 und 18 Jahren alt war, geschildert und warum sie so geworden ist, wie sie ist.

Ihren Debütroman „Tokio Love“ kenne ich nicht, aber nur mit Verweisen auf ihn lässt sich anscheinend dieses Buch vermarkten. Mir gefiel es nicht, ich fand es abstoßend und konnte absolut nichts damit anfangen. Die Leseprobe hatte mich schon nicht so recht davon überzeugen können den Roman lesen zu wollen und mir wäre wirklich nichts entgangen, wenn ich es nicht getan hätte. In der japanischen Kultur und Lebensweise kenne ich mich so gut wie gar nicht aus, kann damit das Werk auch nicht richtig einordnen, aber einen bestimmten Sinn und Zweck sollte es doch erfüllen, bzw. den Protagonisten eine Lehre erteilen.

Die Geschichte ist fürchterlich und die geschilderte junge Frau kann ich weder verstehen noch mich mit ihr identifizieren. Das pubertäre Gehabe kann man ja noch verstehen, obwohl eine Abtreibung und die Tablettensucht keine Kleinigkeit ist, aber nicht dass sie sich überhaupt nicht weiterentwickelt und an den falschen Männern festhält, obwohl der erste Freund noch einen ganz normalen und sympathischen Eindruck machte. Der Segen im Elternhaus mag wohl ein wenig schief hängen, aber so richtig erklärt es nicht, weshalb sie so total ausgeflippt und psychisch krank ist und sie je älter sie wird sich nicht ändert.

Mit den japanischen Namen hatte ich meine Schwierigkeiten, ob sie männlichen oder weiblichen Geschlechts sind und dann waren sie auch noch so ähnlich. Ich weiß auch nicht in wieweit es der Realität entsprechen sollte, aber wenn ein Großteil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Japan so drauf sind, na dann Gute Nacht und die Zukunft wird alles andere als rosig aussehen. Ich schüttel jetzt noch den Kopf über dieses Buch, weil es so seltsam war, eine düstere Zukunft bescheinigt und mir in der heutigen Zeit auch nicht vorstellen kann, warum sich diese Frau so den Männern unterwirft und kein eigenständiges und freies Leben führen mag.

Das Buch kann ich nicht weiterempfehlen. Höchstens für Japan-Liebhaber mag es etwas sein.

Migliedermeinung

Rezensentenbewertung (7):

  • 2.0000/5 Sterne.

Leserbewertung (2):

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