Didar und Faruk lernen sich Mitte der 30er Jahre in Moskau auf einer Hochzeit ihres weitläufigen, tatarischstämmigen Familienclans kennen. Verschiedener können zwei Menschen kaum sein: Faruk spricht wenig, aus Angst, ein einziges unbedachtes Wort könnte einer seiner Verwandten in die Wirren der russischen Politik reißen. Die lebhafte Didar hingegen ist schon auf alten Kinderfotos immer ein Star; kämpferisch stellt sie sich allen Widrigkeiten mutig entgegen.
Nach dieser ersten Begegnung werden Jahre vergehen, bis Didar und Faruk sich wiedersehen. Der Krieg treibt Faruk, der in seiner Heimat zum Regimegegner wird, durch halb Europa. Didar durchläuft die neue Erziehung unter Stalin und verliert ihre Familie im Krieg. Doch ihr Selbstbewusstsein bleibt ungebrochen. Eines Tages hört sie wieder von Faruk, der von der Front direkt in einen Gulag geraten ist. Mit ihrem ersten Brief an ihn beginnt eine große Liebe, doch erst das politische Tauwetter in den 50er Jahren macht ein Wiedersehen möglich.