Konnte nicht richtig überzeugen
Alois Prinz stellt mit Jesus von Nazareth, Augustinus, Francesco (Franz von Assisi), Elisabeth von Thüringen, Teresa von Avila, Martin Luther, Blaise Pascal, Edith Stein, Simone Weil und Dorothee Sölle zehn Menschen vor, die ihre Bestimmung fanden.
Keine Biographie ist länger als 20 Seiten und sie lesen sich alle locker und leicht. Nur fehlte mir manchmal einfach noch etwas und ich fand es nicht immer ganz nachvollziehbar, was der genaue Auslöser war und warum sich die ein oder andere Person für diesen Lebensweg entschieden hat und warum es genau so gekommen ist. Auch einen chronologischen Ablauf hätte ich bevorzugt, denn dieses vor und zurückspringen verwirrte ein wenig – insbesondere in der Jesus von Nazareth-Biographie. Ich fand es auch nicht so gelungen, dass in den Biographien auf andere Persönlichkeiten zurückgegriffen wurde. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich die Luther-Biographie von Christian Nürnberger in seinem Buch „Mutige Menschen“ gelesen, die mir sehr gut gefallen hatte. Hier wiederum beeindruckte sie mich kaum und auch sein Lebensweg kommt nicht so richtig rüber. Jetzt finde ich die Stelle nicht mehr wieder, aber einmal wird ein Dichter erwähnt, aber nie sein Name genannt. Manches hätte schlichtweg besser herausgearbeitet werden müssen. Die Biographie von Elisabeth von Thüringen gefiel mir am besten.
Für Jugendliche mag es vielleicht ausreichend sein, aber es ist kein Buch, das ich weiterempfehlen würde, denn für meinen Geschmack sind die Biographien nicht gut genug geschrieben worden.
