Puh, das war schwere Kost. Das geht zwar schon aus der Beschreibung, dem Titel und der Leseprobe hervor, trotzdem hatte ich nicht mit so einem extremen Buch gerechnet.
Die Charaktere durchleben keine besonders spannenden Szenen, dennoch reizt hier das Unbekannte – die andere Lebensweise und die ungewohnten Tagesabläufe zu verfolgen stellte sich als interessanter als gedacht heraus.
Auch wenn mich die Brutalität und Gewalt, wie sie vor allem im ersten Teil beschrieben wird, sehr abgeschreckt hat, hatte es doch auch gute Stellen. Sehr gestört an der ganzen Sache hat mich jedoch, dass der jeweilige Ich-Erzähler verwirrende Gedanken hat, Szenen und Beschreibungen der Abläufe aber stets mit einer solchen Distanz beschrieben sind als wäre der Ich-Erzähler in diesem Moment ein Außenstehender. Das passt irgendwie nicht zusammen: Die extreme Handlung und dazu eine komplett ruhige Erzählweise.
Interessant fand ich die Entwicklung der Charaktere und der Beziehungen zu ihren jeweiligen Freunden und Familienmitgliedern. Die Rückblicke, die nach und nach immer mehr das Bild der Brüder komplettieren, sind auch gut geschrieben und vor allem gut platziert. Man erfährt erst am Ende den wirklichen Zusammenhang, kann aber vorher schon vieles erahnen. Das Ende an sich war für mich ziemlich unspektakulär, hatte ich mir doch völlig anders vorgestellt.
Der Schreibstil ist wirklich nicht gerade einfach zu lesen, die Sätze sind grundsätzlich knapp und kurz gehalten. Manchmal verwirren die kurzen Kommentare und Gedanken sehr, dabei treten häufig völlig unwichtige Details in den Vordergrund.
Insgesamt fand ich das Buch in Ordnung, der erste Teil war schon ein Stückchen heftiger als der zweite. Man gewöhnt sich aber auch ein wenig an den Schreib- und Erzählstil. Auch handlungsmäßig war der zweite Teil interessanter, also sollte man das Buch nicht nach dem ersten Teil weglegen.
Verfasst von Smazl am 01.09.2009.
Die Geschichte findet ihren Anfang in der Erinnerung an einen Bruder, den man verloren hat und nie wieder finden kann, weil er für immer gegangen ist.
Schon mit diesem Prolog wird klar, dass man hier nichts von einer heilen Welt voller Friede, Freude und Eierkuchen lesen wird, sondern von Menschen, die zu ertrinken drohen und nur mit Mühe den Kopf über Wasser halten können. ...weiter
Verfasst von
besue
am 02.08.2009.
Bewertung:
Nick ist ein Ex-Knacki, lebt am Stadtrand von Kopenhagen in einem Wohnheim. Er trinkt gerne zuviel Bier und ist trainiert täglich in einem Fitnessstudio seine Muskeln. Sein Bruder ist ein Heroin-Junkie und Vater des 5-jährigen Martin. Die Straße hat den Brüdern eine harte Sprache beigebracht, dennoch wollen sie beide ein besseres Leben, für sich und für ihre ´Schützlinge´- Ivan und Martin. Jonas T. Bengtsson beschreibt das Leben zweier Männer, die sich in ihrer Kindheit schon alleine durchschlagen mussten und dies als Erwachsene immer noch tun müssen. ...weiter
Verfasst von
cörchen
am 03.08.2009.
Bewertung:
Geht unter die Haut ...weiter
Verfasst von
stjerneskud
am 18.08.2009.
Bewertung:
Zwei Brüder - ganz unten
Dieses Buch ist harte Kost! ...weiter
Verfasst von
redfox
am 23.08.2009.
Bewertung:
Zwei Brüder, die eigentlich keine sind, leben im Suff auf und kennen nichts anderes als Drogen, Gewalt und Diebstahl. Der eine gerade aus dem Gefängnis entlassen und aggressiv, der andere ein Heroinjunkie und allein erziehender Vater. Ein Abriss zweier Lebensgeschichten gegenüber gestellt und verknüpft...
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Verfasst von
rebellyell666
am 29.09.2009.
Bewertung:
Leben am Rande der Gesellschaft.
In kurzen, undurchsichtigen Szenen öffnet Jonas T. Bengtsson den Blick in eine Welt, die außerhalb des normalen Durchschnittsbürgers ihre Mitglieder in den Strom des Abseits zieht.
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Verfasst von
Claudine Borries
am 09.11.2009.
Bewertung:
Aus dem Dänischen von Günther Frauenlob
380 Seiten (gebunden)
Tropen
Erscheinungsdatum:
31.08.2009
ISBN: 9783608501056
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