Rezension: Darling Jim

Inhalt:

In Irland werden drei Frauenleichen in einem Haus aufgefunden; der Täter nie gefasst. Doch augenscheinlich gibt es den Mörder: In Gestalt eines fahrenden Sängers, der Irland nicht mehr los lässt…

Erzähl-/Schreibstil:

Mork schreibt schon beinahe gruselig schlecht. Üble und derbe Metaphern findet man zu Hauf, teilweise soll seine Sprache poetisch leicht und zauberhaft klingen, doch vielmehr findet man Schimpfwörter und Fäkalsprache, die so gar nicht ins Bild passen. Hier wäre mir eine klare Linie lieber gewesen. Im Erzählstil verhaspelt er sich nicht, er legt es eher darauf an, noch mehr und noch viel viel mehr Handlungsstränge aufzubauen, die ein unaufmerksamer Leser gerne mal überliest, da die Situationen ins Abstruse driften. Teilweise sind seine Vergleiche stümperhaft wie sinngemäß: “Das dunkle, butterfarbene Gras.” Ob es in Dänemark, wo Mork ja schlussendlich herstammt dunkle Butter gibt? Hierzulande habe ich noch keine gesehen.

Meine Meinung:

Der Anfang war bereits dröge und ziemlich langweilig. Da findet ein mittelloser Zeichner, Postbeamte ebenfalls, einen “Dead Letter” (derjenige, der The Rasmus kennt, weiß spätestens dann auch, was Mork meint), eher ein Tagebuch, was ihm das Geheimnis um den Tod der drei Frauen näher bringen soll.

Der Beginn des Tagebuchs wiederum regte meine Gedanken an, doch auch hier machte Mork all seine Ideen, einen “Pyschothriller” zu schreiben, komplett zu nichte. Psycho hat es an sich, komplett gegruselt zu werden, bei Thrillern hat man das Gefühl, schnell durch die Geschichte zu rasen, weil der Autor kaum selbst den Atem beim Schreiben anzuhalten schein. Mork hält immer an und macht Pause zwischen den Geschichten, die er nicht gerade förderlich füllt.

Teilweise interessierte mich schon gar nicht mehr, was mit den blöden Hennen passiert ist, die den achsotollen Darling Jim getroffen hatten und nicht mehr ohne ihn konnten. Vielleicht klinge ich jetzt wie eine Feministin, aber das scheint der George Clooney für arme Iren gewesen zu sein.

Das Ende war die Höhe! So einen konstruierten Ausgang habe ich lange nicht gelesen, völlig sinnfrei und merkwürdig schafft es Mork, aus seinen vielen Handlungssträngen hinauszusteigen und den Leser in gähnender Langeweile alleine zu lassen.

Fazit:

Eine interessante Idee, ein falsch betiteltes Buch (falsches Genre vor allem), tausend neue Geschichten, unglaubwürdige Charaktere und eine schlechte Umsetzung! Den zweiten Stern gibt es nur für teils interessante Strecken.

Verfasst von rebellyell666 am 30.09.2009.

 

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Bookreporter
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Buchinfos

Darling Jim

Piper


Darling Jim

Psychothriller

Aus dem Englischen von Violeta Topalova

352 Seiten (gebunden)
Piper Verlag

Erscheinungsdatum:
12.03.2009

ISBN: 9783492052566


Nutzerbewertung:
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Der Autor

 

Christian Mørk

 

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