Juliet, naked

von

Roman

352 Seiten (gebunden)
Kiepenheuer & Witsch

Erscheinungsdatum: 03.09.2009

ISBN: 9781594488870

Rezension von

Verfasst am: 18.10.2009

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

Nick Hornby ist einer der erfolgreichsten britischen Autoren und hat unter anderem „High Fidelity“, „About a Boy“ und „A long way down“ geschrieben. Mit „Juliet, Naked“ erschien nun im September sein zehnter Roman.

Annie findet sich nach 15 Jahren einer langweiligen Beziehung ohne Kind und ohne Ehering in einem einsamen Städtchen an der Küste Englands wieder. Mit dem Gefühl etwas verpasst zu haben und einem Mann namens Duncan an der Seite, der einem verschwundenem Rockstar mehr Aufmerksamkeit widmet als ihr, will sie ihr Leben ändern. Als eine nagelneue CD von besagtem Rockstar Tucker Crowe erscheint, bekommt Duncan eines der ersten Exemplare nach Hause geschickt. Nach mehrmaligem Anhören veröffentlicht er eine Rezension zu der CD „Juliet, Naked“, eine Rohfassung zu dem erfolgreichen Album „Juliet“, welches das Letzte von Tucker Crowe vor seinem Verschwinden war, im Internet. Nach Annies Meinung ist diese unrealistisch und falsch, da Duncan „Juliet, Naked“ besser findet als „Juliet“. Dies ist der Grund, weshalb Annie sich dazu verpflichtet fühlt, ebenfalls ihre Meinung auf der Plattform preiszugeben. Auf ihre Besprechung hin meldet sich Tucker Crowe per E-Mail bei ihr, da er sich von Annie verstanden fühlt. So nehmen die Dinge ihren Lauf.

Das Cover des Buches sagt alles aus, was der Leser über den Inhalt wissen muss – es geht um Liebe und Musik. Die Musik wird durch die abgebildeten Kopfhörer dargestellt und die Liebe durch die sich küssenden Gesichter, welche aus den Kopfhörern geformt sind. Die drei Farben schwarz, pink und weiß lassen vermuten, dass es sich um Rockmusik handelt, da die schwarz-pink Kombination am meisten in diesem Genre vertreten ist. Entfernt der Betrachter den Schutzumschlag, strahlt ihm ein hochkant gestreiftes schwarz-pinkes Zebramuster entgegen, was ebenfalls rockig wirkt.
Der Roman ist in lediglich 15 Kapitel unterteilt, somit sind diese auch relativ lang.

Nach „High Fidelity“ erschien nun endlich ein neuer Roman von Nick Hornby zum Thema Rock- und Popmusik. Während „High Fidelity“ aus der Sicht eines Mannes in den Mittdreißigern geschrieben ist, sind die Protagonisten des neuen Romans „Juliet, Naked“ älter geworden. Aus der Sicht von Annie und Duncan, beide in den 40ern und Tucker Crowe bereits über 50, beschreibt Nick Hornby wunderbar witzig und oftmals ironisch die Gefühlswelten der Drei. Durch das Abwechseln der erzählenden Person erhält der Leser die Möglichkeit jede der Perspektiven zu verstehen und kann sich so sehr gut in Annie, Duncan und Tucker hineinversetzen. Trotz der Tatsache, dass die Protagonisten älter geworden sind, sind sie nicht erwachsener geworden, was meiner Meinung nach ein wenig an der Glaubwürdigkeit des Buches kratzt. Dennoch sollten „High Fidelity“ Liebhaber auch „Juliet, Naked“ lesen. Obwohl das Buch wenige Höhepunkte hat, so ist es dennoch Pflichtlektüre für Nick Hornby Fans und auch erheiternd für welche, die es noch werden wollen.

Migliedermeinung

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