Ferienjob mit unerwarteten Folgen
Eines Abends kehrt die 17-jährige Sydney von ihrem Ferienjob in einem Hotel nicht mehr zurück. Dort will sie keiner gekannt haben, auch niemanden in den umliegenden Geschäften ist die junge Frau aufgefallen und es hat den Anschein, dass sich Sydney tagsüber ganz woanders aufgehalten hat. Ihr Vater Tim macht sich auf die Suche nach ihr, lässt eine Website einrichten und geht jedem Hinweis nach. Selber wird er mehr und mehr in die Geschichte hineingezogen, obwohl er nicht weiß, womit er es eigentlich zu tun hat.
Nachdem ich mir von „Dem Tode nah“ schon mehr versprochen hatte und enttäuscht wurde, ging ich sehr skeptisch an diesen Thriller heran und in Zukunft sollte ich wirklich die Finger von Barclays Thrillern lassen. Sie sprechen mich nicht an und ich kann ihnen wenig abgewinnen. Der Schreibstil ist zwar so, dass ich in einem fort las und zum Ende der Geschichte gelangen wollte, aber ich empfand sie als mäßig spannend, mich riss sie nicht mit und für den Vater konnte ich wenig Mitgefühl empfinden. Von seiner Art her war mir der Vater nicht sympathisch. Die Szene in dem Autohaus kam mir wie in einem schlechten us-amerikanischen Film vor. Manches war zuviel des Guten und die Vorgehensweise der Verbrecher war mir stellenweise zu übertrieben. Für Sydneys Verschwinden hatte ich mit einem ganz anderen Grund gerechnet, der meiner Meinung nach „plausibler“ gewesen wäre. Die Beweggründe ihrer Freundin Patricia kann ich noch nachvollziehen, aber durch den der Verbrecher stoßen zwei Stränge aufeinander und dadurch wurde zu viel in diese Geschichte gepresst. Als ich das Buch nach dem Ende zur Seite legte, fragte ich mich, was mir jetzt da eigentlich aufgetischt worden war. Schleunigst sollte ich vergessen, was ich da gelesen habe und mich Geschichten zuwenden, die für mich einen Sinn ergeben und etwas zu sagen haben.
Es ist kein Buch bei dem ich auch nur daran denken würde, es weiterzuempfehlen.
