Benedicten
Inhalt:
Benedicta von Altmühl wird als Jugendliche von ihrer Stiefmutter ins Kloster geschickt – angeblich auf ausdrücklichen Wunsch ihres verstorbenen Vaters, der Tuchhändler war. Das Geschäft geht somit auf den Sohn ihrer Stiefmutter über. Doch im Kloster wird Benedicta nicht glücklich. Sie möchte raus und die Welt erleben. In der Fastenzeit plant sie dann eine Abwechslung: Sie möchte die Lebkuchen backen…
Erzähl-/Schreibstil:
Die Worte sind klar formuliert bzw. das Schriftbild ist rasant und ohne Schnörkel. Schrödter bringt Dinge auf den Punkt, verstrickt sich aber auch sehr in die Irrungen und Wirrungen des Mittelalters. Mittlerweile sind das keine Marktlücken mehr: Schöne Frauen, verschleppt oder vergewaltigt, warten nur auf die große Liebe, um erlöst zu werden. Doch Schrödter bringt die Dinge schneller zu Ende und nervt den Leser nicht mit umständlichen politischen Aktionen.
Meine Meinung:
Ein mittelalticher Roman mit allem Drum und Dran: Herzschmerz, die große Liebe, Tod, Mord und ein Happy End (?). Eine schöne Liebesszene jagte die andere und manchmal musste ich doch an mich halten, da es etwas übertrieben dar gestellt war. Doch auch die Irrungen stellt Schrödter schon heraus und man konnte bis zu den letzten Seiten mitfiebern und den Atem anhalten.
Was mir persönlich so gar nicht gefiel, war die Ausarbeitung der Charaktere. Alle irgendwie zu glatt, einen Bösewicht musste es ja auch geben, diesmal in Form eines Bäckers anstatt eines fiesen Ritters, der hochranging betitelt ist. Hier ist schön herauskristallisiert worden, wie die damaligen Zünfte geordnet waren. Wer durfte welche Gewürze und Zutaten gebrauchen und wer nicht? Einen raschen Eindruck bekam man auch in die eigentliche Geschichte: Die Herstellung der süßen Lebkuchen, die hier von Benedicta nach eigens ausgedachten Rezept gebacken werden. Manchmal verzehrte es mich nach den süßen Naschereien, doch manchmal rückten diese auch (sehr gut, dadurch entstand nicht der Eindruck eines Kochbuches) in den Hintergrund.
Fazit:
Eine fast runde Sache. Mir fehlten die hautnahen Charaktere und noch ein bisschen mehr Klarheit anstatt noch eine Verwirrung für den Leser. Ansonsten ein sehr leichter Schreibstil, so dass man schnell lesen und behalten konnte.
Verfasst von rebellyell666 am 05.11.2009.
Lebkuchen zur Adventszeit
Nürnberg 1387: Agnes und Benedicta leben unfreiwillig im Kloster Engelthal, dem der Ruf voran eilt, ein Ort der wahrhaftigen Engel zu sein. Gebete, Gebote, Verbote, Demut und Unterwerfung werden von den Nonnen verlangt. Beide sehnen sich nach der Welt außerhalb der Klostermauern. ...weiter
Verfasst von
Petra Schwarz
am 25.10.2009.
Bewertung:
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Verfasst von
kleinfriedelchen
am 12.01.2010.
Bewertung:
464 Seiten (broschiert)
Piper Verlag
Erscheinungsdatum:
22.10.2009
ISBN: 9783492254472
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