Eine Erzählung aus den Bergen
Max Frisch debutierte 1934 mit dem Roman Jürg Reinhart. Eine sommerliche Schicksalsfahrt. Drei Jahre später publizierte er, ebenfalls in der Deutschen Verlagsanstalt (Stuttgart / Berlin), die »Erzählung aus den Bergen« mit dem Titel Antwort aus der Stille.
In der Ausgabe seiner Gesammelten Werke, veranstaltet anläßlich des 60. Geburtstags, erscheint diese Erzählung auf Wunsch des Autors nicht.
Mehr als 70 Jahre später ist dieses Frühwerk nun zum ersten Mal wieder zugänglich. Bereits hier wird das in Frischs Oeuvre dominante Motto der biographischen Identität – das in dieser Lebensphase des Autors auch eine autobiographische Dimension besitzt – zum Thema: Gibt es eine Selbstverwirklichung außerhalb der künstlerischen Existenz? Oder in den Worten der Antwort aus der Stille: War man nur ein zu verachtender »gewöhnlicher Bürger«, wenn man auf das Wagnis des Außerordentlich verzichtet?
Wenn Max Frisch das kurz nach Erscheinen von Antwort aus der Stille abgelegte Gelübde, nie wieder etwas zu schreiben, bricht – dann ist die Erklärung der Entscheidung für den Beruf des Schriftstellers in dieser Erzählung zu finden: Sie bildet somit das zentrale Movens seines gesamten Schaffens.
Quelle: Suhrkamp
Leben im Wandel von Krise und Neubeginn!
Vergleichbare Impressionen der Natur im Zauber eines Spätsommertages, wie wir sie in dieser kleinen Erzählung formuliert finden, sind kaum vorstellbar.
Das Licht, die Geräusche der Vögel, der Grillen und der in Wald und Flur und in der Bergwelt herrschende Friede finden beredt Ausdruck in diesem Frühwerk (1934) von Max Frisch. Er wollte es seiner Zeit nicht zu seinem Gesamtwerk zählen. Erst jetzt, mehr als siebzig Jahre später, ist dieser kleine Roman wieder zugänglich. ...weiter
Verfasst von
Claudine Borries
am 11.11.2009.
Bewertung:
171 Seiten (gebunden)
Suhrkamp
Erscheinungsdatum:
21.09.2009
ISBN: 9783518421284
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