Ein gut durchdachter Krimi, der viele Wendungen hat und die Fantasie anregt. Das Motiv ist ausgefeilt.
Ziemlich harmlos beginnt die Geschichte. Mit einem Prolog wird sie eingeleitet. Die Bedeutung erschließt sich dem Leser erst ziemlich spät. Sie stellt gleichzeitig die Lösung dar, das Motiv. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg.
Zu Anfang könnte der Leser glauben, in einem falschen Film gelandet zu sein. Eine harmlose Familiengeschichte. Hochzeitstag. Gelöste Stimmung.
Doch dann schlägt das Schicksal zu – in diesem Fall die Autorin. Ein Toter wird entdeckt. In einem Wochenendhaus in der Nähe von München. Der Mann, ein pensionierter Kinderarzt, Dr. Heckeroth, wird mit Gürteln an einen Heizkörper gefesselt gefunden. Der Mann ist verdurstet. Raubmord, denkt die Polizei. Es fehlt allerdings ein Schlüssel zu diesem Wochenendhaus. Der Schlüssel, besitzt er eine Symbolkraft? Und der ermittelnde Kommissar, ein gewisser Dühnfort, fragt sich, warum dieser Mann so qualvoll und entsetzlich langsam sterben musste.
Die erwachsenen Kinder des Toten – zwei Söhne und eine Tochter – sind bestürzt über den Mord an ihrem Vater, der seiner Frau ein paar Wochen nach ihrem Tod nun folgt.
Sehr detailliert beschreibt die Autorin die Romanfiguren, die vor den Augen des Lesers in ihrer gesamten Tiefe lebendig werden.
Da ist zum einen Sohn Albert, der wie sein Vater Kinderarzt wurde. Er ist der ganze Stolz des sehr gebieterisch herrschenden Vaters, der seinen zweiten Sohn, Bertram, nicht besonders anerkannte. Bertram, ein verhinderter Architekt, ist vorbestraft – Steuerhinterziehung. Seine Firma ging pleite.
Caroline, die Tochter, strebt einen Sitz im Vorstand ihrer Firma an. Doch auch sie wird von ihrem Vater nicht so anerkannt wie Sohn Albert, der Liebling des Vaters. Dafür kommt sie jedoch dem letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter nach, das von der Mutter geschriebene Tagebuch zu vernichten – das heißt, es zumindest erst einmal zu finden. Abgründe tun sich auf, als sie beginnt, darin zu lesen. Sie erfährt Dinge, die sie besser nicht hätte erfahren sollen. Die Familie erscheint plötzlich in einem ganz anderen Licht. Auch der Vater steht nicht mehr so strahlend dar.
Immer mehr seltsame Dinge kommen ans Tageslicht. Sie geben aber gleichzeitig Rätsel auf. Auch, wer der Mörder des Vaters sein könnte. Bertram gerät ins Visier der Ermittlung, die Kommissar Dühnfort leitet.
Doch dann ist auch er tot. Erschossen. Was zunächst nach Selbstmord aussieht, stellt sich alsdann als Mord heraus. Allerdings fehlen Motiv und Täter. Doch Dühnfort glaubt, dass etwas an die Oberfläche drängt. Doch dieses Etwas bleibt schemenhaft.
Die Spannung bleibt lange erhalten, auch wenn der Leser (schon lange) glaubt, den Täter zu kennen. Die Autorin schafft es, stets neue Zweifel aufkommen zu lassen. Und sie kann glaubhaft darstellen, dass der Triumph der Macht, die der tote Heckeroth für sich reklamieren konnte, sich ins Gegenteil verkehrte.
Sollte man gelesen haben.
Verfasst von Wolfgang Hovestädt am 11.01.2010.
Tod im Wochenendhaus
Um es gleich vorweg zu nehmen: _In weißer Stille_ ist Inge Löhnigs zweiter Kriminalroman in der Serie mit Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort und hat mir noch besser gefallen als "Der Sünde Sold". Doch worum geht es? ...weiter
Verfasst von
subechto
am 08.01.2010.
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Fesseln aus der Vergangenheit ...weiter
Verfasst von
Sylvia Wunsch
am 13.01.2010.
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Verfasst von
goat
am 17.01.2010.
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Nachdem Kommissar Konstantin Dühnfort in „Der Sünde Sold“ ein beschauliches bayerisches Dorf vor einem christlich orientierten Mörder gerettet und dabei seine Traumfrau Agnes kennengelernt hat, ermittelt er nun erneut. ...weiter
Verfasst von
kleinfriedelchen
am 19.01.2010.
Bewertung:
Die Geheimnisse einer Familie ...weiter
Verfasst von
redfox
am 24.01.2010.
Bewertung:
War richtig lesenswert, aber mit kleinen Schwächen ...weiter
Verfasst von
stjerneskud
am 12.03.2010.
Bewertung:
Ein pensionierter Kinderarzt wird in seinem Wochenendhaus tot aufgefunden, er wurde mit Gürteln an einen Heizkörper gefesselt und seinem Schicksal überlassen - er verdurstete, bzw. verhungerte. ...weiter
Verfasst von
Stahlfixx
am 19.07.2010.
Bewertung:
Gelungene Fortsetzung ...weiter
Verfasst von
Ilara26
am 16.02.2011.
Bewertung:
448 Seiten (broschiert)
Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
15.01.2010
ISBN: 9783548268651
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