Nachdem ich diesen Krimi beendet hatte, musste ich erstmal schlucken. Ganz unabhängig von der Lösung des Falles, habe ich mit diesem Ende am allerwenigsten gerechnet. Ich bin etwas schockiert und auch leicht verwirrrt, was das Ende für Auswirkungen auf die Folgebände haben wird. Aber mehr sollte ich nun wirklich nicht verraten.
Inge Löhnung hat einen erstklassigen Krimi geschrieben mit viel Liebe zum Detail. Dabei hat sie sehr viel Wert auf die ausführliche Beschreibung der Figuren gelegt. Genau das lässt den Leser viel intensiver am Geschehen teilhaben und auch emotional mitreißen. Die psychologischen Feinheiten sind das i-Tüpfelchen.
Schon der Prolog ließ einem die Haare zu Berge stehen. Ein kleiner Junge, der in einem Keller fast verdurstet. Es macht den Anschein, als wäre er dort eingesperrt, aber so unbegreiflich es sich auch anhört: der Keller ist nicht verschlossen und der Junge könnte zu jeder Zeit sein “Gefängnis” verlassen. Und das ist die erste Frage, die man sich stellt: Wer oder was lässt diesen Jungen freiwillig diese Tortur durchleben?
Und welche Verbindung gibt es zu dem Tod von Dr. Heckeroth sen.? Dieser wird von seinem Sohn in seinem Wochenendhaus, an eine Heizung gefesselt, tot aufgefunden – Todesursache: verdursten… Wer könnte einen Grund gehabt haben, ihn zu töten? Nachdem die scheinbar heile Fassade der Familie Heckeroth beginnt zu bröckeln, hätten gleich mehrere Personen in seinem Umkreis ein Motiv gehabt.
Für Kriminalhauptkommissar Dühnfort beginnt eine wahre Puzzlearbeit und was er so nach und nach ans Tageslicht bringt, macht die Ermittlungen nicht unbedingt leichter. Und auch sein eigenes Leben läuft nicht gerade in geordneten Bahnen. Die Beziehung zu seiner Freundin Agnes bekommt die ersten Risse und er fühlt sich nicht in der Lage, dieses Problem zu lösen.
Obwohl die Autorin wahnsinnig viele Fährten legt, hatte ich schon ziemlich schnell einen Verdacht. Aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Gestört hat mich nur der Titel des Buches – zum einen, weil er nicht gerade passend für die Story ist und zum anderen ärgert es mich, dass er nach der neuen Rechtschreibung auch noch falsch geschrieben wurde. Sowohl auf dem Cover als auch im Buch. Es muss schließlich “In weißer Stille” und nicht “In weisser Stille” heißen.
Da mich das Dühnfort-Fieber gepackt hat, werde ich den ersten Band natürlich auch noch lesen. Selten ist ein Ermittler so sympathisch rübergekommen wie er. Ein Mann, von dem ich mich gerne mal bekochen lassen würde. Mein Dankeschön an Inge Löhnig mit vollen fünf Sternen!
Verfasst von goat am 17.01.2010.
Tod im Wochenendhaus
Um es gleich vorweg zu nehmen: _In weißer Stille_ ist Inge Löhnigs zweiter Kriminalroman in der Serie mit Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort und hat mir noch besser gefallen als "Der Sünde Sold". Doch worum geht es? ...weiter
Verfasst von
subechto
am 08.01.2010.
Bewertung:
Ein gut durchdachter Krimi, der viele Wendungen hat und die Fantasie anregt. Das Motiv ist ausgefeilt. ...weiter
Verfasst von
Wolfgang Hovestädt
am 11.01.2010.
Bewertung:
Fesseln aus der Vergangenheit ...weiter
Verfasst von
Sylvia Wunsch
am 13.01.2010.
Bewertung:
Nachdem Kommissar Konstantin Dühnfort in „Der Sünde Sold“ ein beschauliches bayerisches Dorf vor einem christlich orientierten Mörder gerettet und dabei seine Traumfrau Agnes kennengelernt hat, ermittelt er nun erneut. ...weiter
Verfasst von
kleinfriedelchen
am 19.01.2010.
Bewertung:
Die Geheimnisse einer Familie ...weiter
Verfasst von
redfox
am 24.01.2010.
Bewertung:
War richtig lesenswert, aber mit kleinen Schwächen ...weiter
Verfasst von
stjerneskud
am 12.03.2010.
Bewertung:
Ein pensionierter Kinderarzt wird in seinem Wochenendhaus tot aufgefunden, er wurde mit Gürteln an einen Heizkörper gefesselt und seinem Schicksal überlassen - er verdurstete, bzw. verhungerte. ...weiter
Verfasst von
Stahlfixx
am 19.07.2010.
Bewertung:
Gelungene Fortsetzung ...weiter
Verfasst von
Ilara26
am 16.02.2011.
Bewertung:
448 Seiten (broschiert)
Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
15.01.2010
ISBN: 9783548268651
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