Nachdem Kommissar Konstantin Dühnfort in „Der Sünde Sold“ ein beschauliches bayerisches Dorf vor einem christlich orientierten Mörder gerettet und dabei seine Traumfrau Agnes kennengelernt hat, ermittelt er nun erneut.
In seinem Ferienhaus wird der pensionierte Kinderarzt Wolfram Heckeroth tot aufgefunden. Er wurde mit Gürteln an eine Heizung gefesselt und ist offenbar qualvoll verdurstet. Zuerst sieht es nach einem Raubmord aus, aber bald schon zeigt sich, dass der alte Mann nicht so ein beschauliches Familienleben geführt hat, wie es zuerst den Anschein hat. Dühnfort findet ein Fotoalbum, das Aufnahmen der verschiedenen Geliebten Heckeroths enthält. Aufnahmen, auf denen die jungen Frauen alle gefesselt waren, manche offenbar auch unfreiwillig. Hat sich etwa eine von ihnen an dem alten Mann gerächt? Aber auch in Heckeroths eigener Familie gibt es Verdächtige. So hat sein Sohn Bertram hohe Schulden und ein hohes Erbe als Motiv. Je mehr Dühnfort nachforscht, desto mehr offenbaren sich die familiären Abgründe der Familie Heckeroth…
Inge Löhnig zeichnet sich für mich durch ihren angenehmen Schreibstil aus. Gekonnt hält sie die Spannung um den Täter bis zum Schluss aufrecht und lässt mich die Seiten regelrecht verschlingen. Die Handlung wird, wie im ersten Band, aus Sicht mehrerer Personen erzählt, wodurch man nicht nur Stück für Stück Einblick in die verschlungenen Handlungsstränge erhält, sondern auch die Charaktere näher kennenlernt. Da wäre Barbara, die befürchtet, ihr Mann Albert könnte es seinem Vater Wolfram gleichtun und sie betrügen; oder Wolframs Tochter Caroline, die sich Zeit seines Lebens um die Anerkennung des Vaters bemüht hat.
Mit Konstantin Dühnfort hat Löhnig einen sehr sympathischen Hauptcharakter erschaffen. Kein übermäßig gutaussehender Draufgänger, sondern ein ganz normaler Typ, der nach Jahren der Entfremdung beginnt, sich mit seinem Vater zu versöhnen, der sich nach einer Familie sehnt und trotz seines harten Alltags als Ermittler an das Gute im Menschen glaubt.
Mein Fazit: ein spannender Fall, ein realistischer Plot und glaubwürdige Charaktere machen dieses Buch für mich zu einem Krimi-Sahnestück. „In weißer Stille“ ist ein toller zweiter Krimi von Inge Löhnig, der mich endgültig zum Fan gemacht hat. Ich warte sehnsüchtig auf Nachschub!
Verfasst von kleinfriedelchen am 19.01.2010.
Tod im Wochenendhaus
Um es gleich vorweg zu nehmen: _In weißer Stille_ ist Inge Löhnigs zweiter Kriminalroman in der Serie mit Kriminalhauptkommissar Konstantin Dühnfort und hat mir noch besser gefallen als "Der Sünde Sold". Doch worum geht es? ...weiter
Verfasst von
subechto
am 08.01.2010.
Bewertung:
Ein gut durchdachter Krimi, der viele Wendungen hat und die Fantasie anregt. Das Motiv ist ausgefeilt. ...weiter
Verfasst von
Wolfgang Hovestädt
am 11.01.2010.
Bewertung:
Fesseln aus der Vergangenheit ...weiter
Verfasst von
Sylvia Wunsch
am 13.01.2010.
Bewertung:
...weiter
Verfasst von
goat
am 17.01.2010.
Bewertung:
Die Geheimnisse einer Familie ...weiter
Verfasst von
redfox
am 24.01.2010.
Bewertung:
War richtig lesenswert, aber mit kleinen Schwächen ...weiter
Verfasst von
stjerneskud
am 12.03.2010.
Bewertung:
Ein pensionierter Kinderarzt wird in seinem Wochenendhaus tot aufgefunden, er wurde mit Gürteln an einen Heizkörper gefesselt und seinem Schicksal überlassen - er verdurstete, bzw. verhungerte. ...weiter
Verfasst von
Stahlfixx
am 19.07.2010.
Bewertung:
Gelungene Fortsetzung ...weiter
Verfasst von
Ilara26
am 16.02.2011.
Bewertung:
448 Seiten (broschiert)
Ullstein Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
15.01.2010
ISBN: 9783548268651
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