Die Eifelgräfin

von

Historischer Roman

576 Seiten (Taschenbuch)
rororo

Erscheinungsdatum: 01.10.2009

ISBN: 9783499249563

Rezension von

Verfasst am: 09.02.2010

Bewertung:

  • 5/5 Sterne.

Im Rahmen einer Autorenbegleiteten Leserunde nahm ich dieses Buch zur Hand.
Mich haben das Cover, der Klappentext des Buches, sowie das Thema sehr angesprochen.

Die Inhaltsangabe von Amazon wird dieser Geschichte kaum gerecht, der des Buches ist aussagekräftiger, da er die Geschichte besser beschreibt.

Meine Erwartung war recht hoch, denn es war nicht mein erstes Buch von Petra Schier. Diese Erwartung wurde dann auch vollstens Bedient.

Der Graf von Küneburg gibt seine Tochter Elisabeth in die Obhut des Grafen von Kempenich, da er eine Familienfehde seitens seines Stiefbruders erwartet, dieser stellt Anspruch auf die Burg Küneburg und dessen Ländereien sowie den Titel.

Elisabeth, eine sehr gutaussehende und gescheite Frau, fühlt sich auf Burg Kempenich sehr wohl.
Dort lernt sie auch Johann von Manten kennen. Dieser hat es nicht leicht mit Elisabeth, die ihn unmissverständlich vor Augen führt was sie von ihm und seinem Benehmen hält.
Elisabeth bekommt Luzia, eine freie Bauernmagd, zur Seite gestellt. Die beiden freunden sich sehr schnell an und finden durch die Teile eines Kruzifixes heraus, dass ihre Vorfahren ein Leben lang Freundschaft und Hilfe in der Not geschworen haben. Als Elisabeth die zwei Teile des Kreuzes zusammenfügt, passieren ungewöhnliche Dinge mit diesem Kreuz, aber auch mit den beiden Frauen.
Als die Beulenpest ausbricht, spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Mir hat der flüssige, klare Schreibstil sehr gut gefallen. Ebenso die sehr gute Ausarbeitung der örtlichen Begebenheiten.
Sehr hilfreich dabei waren zwei Karten am Ende des Buches, die eine Rekonstruktion der Burgen Küneburg und Kempernich zeigt.
Am Anfang dachte ich, dass es ein Roman ist, der dem Leser das Leben im 17. Jahrhundert nahe bringen möchte und sich um das Werben zweier liebenden Menschen dreht.
Doch das war weit gefehlt von mir.
Die Autorin baut eine super Spannung auf, die sie Stück für Stück zu steigern vermochte und sie dann in einem klasse Showdown ausklingen ließ.
Die Dramatik, die diese Geschichte beinhaltete, ließ mich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich war so gefesselt, dass ich das halbe Buch an einem Tag in fast einem Rutsch durchgelesen habe.

Die Beschreibungen der Orte und Figuren war so plastisch, dass mein Kopfkino im vollen Umfang am laufen war. Ich durfte die Protagonisten sehr gut kennen lernen und habe mit gelitten und gehofft. Mich aber auch mit ihnen gefreut.
Die Schurken in dieser Geschichte sind so klasse beschrieben, dass man diese am liebsten ins ewige Eis gewünscht hätte.

Für mich ein völlig runder, spannender und fesselnder Roman, der nach einer Fortsetzung ruft. Der berühmte rote Faden fand keine Ecken um hängen zu bleiben, und Längen sucht der Leser vergeblich.

Auch der Lerneffekt war sehr schön, habe ich doch wieder Dinge erfahren dürfen, die mir so nicht bekannt waren.

Petra Schier erzählt in einem schönen Nachwort auch noch was in diesem Roman Tatsache war und wo die Fiktion begann.

Ich finde es ist eine wunderbare Mischung daraus entstanden, die gelesen werden sollte.

Migliedermeinung

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