Alles Fleisch ist Gras

von

Kriminalroman

400 Seiten (gebunden)
Deuticke

Erscheinungsdatum: 08.02.2010

ISBN: 9783552061279

Rezension von

Verfasst am: 09.02.2010

Bewertung:

  • 3/5 Sterne.

Das Femegericht

Dipl.Ing.Anton Galba Chef des Dornbirner Klärwerks trifft sich mit seinem Laboranten Roland Mathis zu einer Unterredung im Klärturm des Werkes. Mathis hat brisante Fotos von Galba und seiner Geliebten. Zuerst glaubt Galba, dass Mathis ihn erpressen will. Er wird es aber nicht mehr erfahren, da er Mathis die Treppen hinunterschubst und dieser durch diesen Sturz zu Tode kommt. Nur jetzt wohin mit der Leiche? Galba entsorgt ihn im Klärwerk. Die eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen zum Verschwinden von Roland Mathis übernimmt Galbas alter Schulfreund Nathanael Weiß, dem sehr schnell klar wird, dass Galba etwas mit dem Verschwinden seines Laboranten zu tun hat. Nur die Beweise fehlen. Allerdings wird ihm auch bald klar, wie Galba die Leiche entsorgt hat. Aber statt Galba zu einem Geständnis zu zwingen, kommt der Kommissar auf eine andere groteske und irrwitzige Idee. Warum nicht andere “Schädlinge” der Gesellschaft ebenso umweltfreundlich verschwinden lassen?

Großbauer Hopfer, der seine Frau seit Jahren schlägt, ist der nächste Kandidat auf der Liste. Allerdings kommt eine mysteriöse Frau dem Kommissar zuvor. Diese Frau weiß über die unkonventionellen Aktivitäten der Beiden bescheid.

Als Kommissar Weiß sich mit ihr trifft, beruft sie sich auf das Femegericht aus dem 15 Jhrd. als Grundlage für ihre Säuberungsaktion. Lege nulla poena-keine Strafe ohne Gesetz, und unter diesem Deckmantel wird die “Säuberungsaktion” fortgesetzt und neue Mitwissern eingeweitet. Nur nicht alle dieser Mitwisser stehen dieser Sache positiv gegenüber. Bis Einer versucht mit einem großen Knall der ganzen Sache ein Ende zu machen.

Der Autor schreibt in einem lockeren Stil, und mit einem gewissen Sinn für Ironie und Augenzwinkern. Nur verliert er im Verlauf der Geschichte etwas den Faden um so ein spannender Krimi zu sein. Man hat zwischendrin immer etwas den Eindruck, dass der Autor sich nicht so ganz entscheiden kann, ob er jetzt einen Krimi oder einen gesellschaftskritischen Roman schreibt. Trotzdem war es ein relativ gutes Buch, das ich aber so nicht unbedingt nochmals lesen würde.

Migliedermeinung

Rezensentenbewertung (3):

  • 3.6667/5 Sterne.

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