Ein junger Vater, der in namenlose Traurigkeit versinkt, weil er zufällig am Bildschirm vom Tod eines Fernsehstars seiner Kindheit erfährt; ein Taxifahrer, der eine einsame Japanerin durch eine Pariser Winternacht fährt; eine Säuglingsschwester, die zusammen mit ihrem Freund über den Verlust des eigenen Kindes hinwegzukommen versucht; die Verkäuferin in einer Tankstelle, die in der Neujahrsnacht mit einem Unbekannten bis zum Meer fährt und dort einen Hauch von Liebe erlebt.
Es ist der zarte Lichtstreif am Horizont, das Streicheln über den Kopf eines schlafenden Kindes, der vage Traum vom Familienglück, der diesen Geschichten ihre Emotionalität und Wehmut und Wärme verleiht. Ihre Helden stehen nicht am Rande der Gesellschaft, sondern mittendrin, sie ahnen, dass es so etwas wie Glück gibt, aber auch, wie flüchtig und zerbrechlich es ist.
Olivier Adam beobachtet Menschen, die in einer nächtlichen Stadt unterwegs sind und an das Ende des Winters glauben. Jedem einzelnen von ihnen verleiht er Stimme.
Versandendes Glück und bleibende Sehnsucht
Glück und Leid liegen nahe beieinander, sagt man oft lapidar.
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Verfasst von
Michael Lehmann-Pape
am 12.06.2010.
Bewertung:
Aus dem Französischen von Carina von Enzenberg
176 Seiten (gebunden)
Schirmer Graf
Erscheinungsdatum:
September 2004
ISBN: 9783865550095
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