Darling Jim

von

Psychothriller

Aus dem Englischen von Violeta Topalova

352 Seiten (gebunden)
Piper Verlag

Erscheinungsdatum: 12.03.2009

ISBN: 9783492052566

Rezension von

Verfasst am: 19.07.2010

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

In einem irischen Dorf werden drei Leichen gefunden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten, Fiona und Roisin, die sie eingekerkert und langsam vergiftet hatte.

Kurz vor ihrem Gifttod gelingt es den Schwestern die Tante zu erschlagen, aber ihr Gefängnis konnten sie trotzdem nicht mehr lebend verlassen.
Im Keller wird noch eine leere “Zelle” entdeckt, anscheinend gab es noch ein Opfer, das möglicherweise fliehen konnte.

Die Umstände der Tat bleiben bis zu dem Zeitpunkt ein Rätsel, an dem ein Postbote – Niall, einen unadressierten Umschlag findet und ihn an sich nimmt, darin befindet sich das Tagebuch Fionas und Niall beginnt es zu lesen, er wird eingeweiht in die damaligen Ereignisse um Jim Quick, einem charismatischen Geschichtenerzähler, der durch Irland zieht und viele Frauenherzen bricht. Und so macht sich Niall auf die Spurensuche nach West Cork, zu dem Ort an dem alles begann…

Ein außergewöhnlicher Psychothriller, wobei man sich um das wirklich zu dem Buch passende Genre sicherlich streiten könnte, evtl. wäre das Buch besser beschrieben als ein etwas mystisch angehauchter irischer Kriminalroman. Wie es auch sei, jedenfalls hebt sich “Darling Jim” sehr positiv von dem üblichen Schema ab, kann den Leser erstaunen und nimmt ihn mit auf eine Suche nach der Wahrheit hinter vielen Geschichten.

Was mir als erstes durch den Kopf ging, nachdem ich das Buch gelesen hatte – der Weg ist das Ziel. Besser lässt sich die Geschichte nicht beschreiben – mit den Morden in Malahide beginnt die Geschichte, dass Moira die beiden Schwestern vergiftet hat, und dass Fiona und Roisin mit letzter Kraft ihre Tante erschlugen ist von Anfang an klar. Das Buch beschäftigt sich nur mit den Motiven.

Durch die Tagebücher von Fiona und Roisin (das Niall auf seiner Spurensuche später noch findet) begleitet der Leser die beiden durch ihr Leben und lernt Aiolfe, die dritte der “Walsh-Schwestern” kennen. Diese Teile des Buches sind zwar sehr interessant und gut erzählt, jedoch wer hier einen klassischen Thriller sucht, wird sicherlich etwas enttäuscht. Auch Nialls Suche nach den Spuren, die die Schwestern und Jim hinterlassen haben, ist spannend aber weder blutig noch bringt es den “Thrill”, den man von einem Psychothriller erwartet. Die ganze Geschichte lebt dahingehend von dem subtilen und berechnenden Grauen, bzw. Bösen, welches hinter der schönen Fassade von Jim lauert.

Christian Mørk legt Geschichte um Geschichte an, um sie am Schluss zusammenzuführen, denn es steckt auch in den Geschichten, die der “Seanchai” Jim erzählt, ein Körnchen Wahrheit.

Das Ende hat mich zwar überrascht, aber es hat mir persönlich nicht so gut gefallen, es passt zwar in den Kontext, aber es war für mich einfach eine Geschichte zuviel unter den vielen Geschichten.

Ein außergewöhnliches Buch, wer sich entführen lassen will, auf eine Suche nach der Wahrheit zwischen vielen Geschichten, dem sei das Buch empfohlen.

Migliedermeinung

Rezensentenbewertung (17):

  • 3.7059/5 Sterne.

Leserbewertung (2):

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