Das Zimmer

Mit einem Bein steht er noch im Paradies, dafür hat die Geburtszange gesorgt. Immer ist er ein Kind geblieben, und wurde doch stets älter, und leben mußte er auch irgendwie. Nun ist er schon dreißig und hat seine große Liebe, einen VW-Variant Typ 3, mit dem fährt er zwischen den blühenden Rapsfeldern umher. Es ist das Jahr der ersten Mondlandung, 1969, als man in Frankfurt am Main noch Treppensteigen geht in den Bordellaltbauten um den Bahnhof herum.
Ein Tag im Leben Onkel J.s. Hin- und hergerissen zwischen Luis Trenker, der Begeisterung für Wehrmachtspanzer und den Frankfurter Nutten, wird J. plötzlich als ein Mensch erkennbar, der außerhalb jeden Schuldzusammenhangs steht, noch in den zweifelhaftesten Augenblicken. Einer, der nicht zugreift, weil er es gar nicht kann, während die Welt um ihn herum sich auf eine heillose Zukunft wie auf die Erlösung vorbereitet.

 

Rezensionen:


Modernes Leben und Erinnerungen an eine versunkene Zeit. Andreas Maier beschreibt in einem eigentümlich lakonischen Stil ausführlich ein Familienleben, das skurril, zuweilen witzig, sicher aber zu einem guten Teil nostalgisch zu nennen ist. ...weiter

Verfasst von Claudine Borries am 08.12.2010.  Bewertung: 

  • 5/5 Sterne.

 

 

Bookreporter
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Buchinfos

Das Zimmer

 


Das Zimmer

Roman

203 Seiten (gebunden)
Suhrkamp

Erscheinungsdatum:
06.09.2010

ISBN: 9783518421741


Bewertung aller Rezensenten:
  • 5.0000/5 Sterne.

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