Paris, New York und zurück. Politische Lehrjahre eines Verlegers

von

Autobiographie

Aus dem Amerikanischen von Andrea Marenzeller

256 Seiten (gebunden)
Matthes & Seitz

Erscheinungsdatum: 04.04.2010

ISBN: 9783882216851

Rezension von

Verfasst am: 28.09.2010

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

Erinnerungen eines Verlegers

André Schiffrin wurde 1935 in Paris geboren. Aufgrund ihrer jüdisch-russischen Abstammung muss die Familie sechs Jahre später aus dem inzwischen von den Nazis besetzten Frankreich fliehen. New York wird fortan zur neuen Heimat. Er studiert in Yale und Cambridge und tritt schließlich, 1961, in die Fußstapfen seines, inzwischen verstorbenen, Vaters, der selbst ein erfolgreicher Verleger war.
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Politisierung der amerikanischen Öffentlichkeit widmet sich André Schiffrin in seinen Erinnerungen ausführlich den 50er bis 70er Jahren in Amerika. Dabei hat er die Entwicklung in Europa immer fest im Blick. Beispielsweise, wenn er über die beginnende Globalisierung des Buchmarktes und die damit verbundene Profitmaximierung in den 70er Jahren schreibt: „Wunderbare alte Verlage mit einer bedeutenden Geschichte wurden auf ein Stockwerk – oder sogar nur noch einen Schreibtisch – in den neuen Verlagspalästen zusammengeschrumpft. Ein armseliges kleines Regal mit den Werken D. H. Lawrences oder George Orwells fungierte als Markierung – genauer gesagt als Grabstein – für eine einstmals pulsierende Gruppe engagierter Verleger.“ Das ist eine Charakterisierung, die auch in Deutschland längst Realität geworden ist.

Obwohl Schiffrin mit Bedacht nicht viel Privates preisgibt, zeichnet er doch anhand der Schilderungen der politischen und sozialen Verhältnisse der vergangenen Jahrzehnte seinen Lebensweg nach.

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