Biosphere

von

Science Fiction-Thriller

Aus dem Amerikanischen von Michael Windgassen

496 Seiten (Taschenbuch)
rororo

Erscheinungsdatum: 03.05.2010

ISBN: 9783499252426

Rezension von

Verfasst am: 12.02.2011

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

Auch wenn ich sonst kaum Science Fiction Thriller lese, habe ich mich an dieses Buch gewagt. Und es hat sich gelohnt!

Die Handlung ist – insbesondere bezüglich der Beziehungen zwischen den Charakteren – teilweise etwas voraussehbar, trotzdem weiß man an vielen Stellen nicht, wohin sich die Geschichte bewegt. Die meisten Ereignisse passieren völlig unerwartet, der letztendliche Ausgang der Story ist überhaupt nicht erkennbar. Das macht die Handlung unheimlich spannend, da jederzeit Ereignisse auftreten können, die vieles Vorausgegangenes auf den Kopf stellen könnte.

Stellenweise sind ziemlich große Zeitsprünge zwischen den Kapiteln zu finden. Die Erklärung der zwischenzeitlichen Handlungen bzw. die Bedeutung des vorherigen Abschnitts erfolgt manchmal erst sehr verspätet, wodurch einige Übergänge etwas abrupt wirken. Die nicht geschilderten Handlungen werden leider nur sehr kurz beschrieben, wobei einige ausgelassene Stellen sicherlich sehr interessant gewesen wären.

Die vielen Charaktere machen die Handlungsstränge am Anfang etwas unübersichtlich, vor allem jene mit ähnlichen Namen führen zu großer Verwirrung. Da jedoch nur noch wenige Personen im weiteren Verlauf hinzukommen, hält sich die Verwirrung nicht lange und schränkt das Lesevergnügen daher nicht stark ein. Parallele Handlungsstränge sind in diesem Buch genügend vorhanden, allerdings hängen diese nicht zwingend stark zusammen. Erst ab der Mitte des Buches hat man einen Überblick über sämtliche Zusammenhänge, wodurch die Spannung merklich erhöht wird. Etwas vermisst habe ich eine politische Sichtweise auf die Handlungen, die erst sehr spät mit einbezogen wird. Dieses wäre vielleicht schon von Anfang an als ein zusätzlicher Handlungsstrang interessant gewesen.

Das Buch ist insgesamt sehr real geschrieben, allerdings wirkt das Auftreten einiger Charaktere konstruiert. Insbesondere die Dialoge sind jedoch stark an die Realität angelehnt und lassen den Leser glauben, dass die Geschichte sich tatsächlich auf diese Weise abspielen könnte. Gegen Ende nimmt der Realismus bedingt durch die Handlung stark ab, das tut dem Lesevergnügen an der Stelle aber keinen Abbruch.

Außerdem ist das Buch mit vielen biologischen Fakten gespickt, die zu detailliert sind, als dass man sie als Mensch ohne große Biologie-Kenntnisse verstehen kann. Trotzdem rahmt es die Handlung in einen wissenschaftlichen Kontext ein, ob deren Angaben und Fakten auf der Wirklichkeit beruhen, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Insgesamt hat das Buch, nachdem die Leseprobe schon einen guten Einblick gegeben hat, einen guten Eindruck hinterlassen. Ein Thriller in Schätzing-Manier ist es allerdings auch nicht, bereitet aber viel Spaß am Lesen.

Migliedermeinung

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