Nicht unheimlich, dafür mit Tiefgang
In ihrem neuesten Roman „Zeit der Gespenster“ greift die Autorin erneut in den USA beinahe tabuisierte Thematiken auf. Zum einen basiert die Handlung auf das Eugenik-Programm in einigen Staaten der USA der 30er Jahre, zum anderen, in der aktuellen Handlungsebene, auf der Präimplantations-Diagnostik, verbunden mit Abtreibung vermeintlich unwerten Lebens.
Vor diesen Hintergründen spielt der Roman in zwei Zeitebenen, bietet zudem noch eine Liebesgeschichte, einen ungelösten sowie einen zweifelhaft gelösten Kriminalfall, Mystisches und vieles mehr.
Teilweise hat man das Empfinden, weniger wäre mehr gewesen, die Autorin hätte sich auf Wesentliches konzentrieren sollen. Dennoch ist es erstaunlich, wie sie die Handlung um sämtliche Stränge verwebt und alle Bereiche zusammen fließen lässt.
Aufgrund der Thematik ein durchaus lesenswertes Buch.
