Briefe aus dem Gefängnis

Briefe aus dem Gefängnis

von

Briefe

Aus dem Englischen von Birgit Veit, Ganna-Maria Braungardt

288 Seiten (gebunden)
Knaus

Erscheinungsdatum: 30.05.2011

ISBN: 9783813504491

Der berühmteste Häftling Russlands schreibt über sein Leben

Wer ist Michail Chodorkowski, dämonisiert von den einen, verklärt von den anderen? Kommunist und Kapitalist, Gewinner der Perestroika und berühmtester Häftling Russlands. Im Oktober 2003 wurde der Oligarch und Jukos-Chef verhaftet und in einem kafkaesken Prozess zu mittlerweile 14 Jahren Haft verurteilt. Nun liegt sein erstes Buch vor.

Im Oktober 2003 war sein letzter Tag in Freiheit. Man sagte ihm, Präsident Putin habe beschlossen, er solle acht Jahre lang »die Schleimsuppe« der Gefängnisse »löffeln«. Seitdem sind sieben Jahre vergangen. Viel Zeit nachzudenken. Michail Chodorkowskis erstes Buch versammelt Briefe und Aufsätze des Unternehmers, des Politikers, aber auch des privaten Michail Chodorkowski. Sie zeichnen eine Entwicklung nach: vom erfolgsbewussten Mann, der »sich im Grunde nie um Ideologie gekümmert hat« zu einem Helden unserer Tage, der sagt: »Das Recht auf eine Chance ist das Wichtigste für alle Kinder Russlands. Für dieses Ideal würde ich mein Leben geben.« Chodorkowski schreibt über seine Hoffnung, Russland werde doch noch ein modernes Land mit einer entwickelten Zivilgesellschaft frei von Beamtenwillkür, Korruption und Gesetzlosigkeit. Er spricht darüber, welche Klarheit die Haft in sein Leben brachte, und was es bedeutet, dass der Kreml ihn nun seit Jahren von Frau, Kindern und jeglichem aktiven Leben isoliert und physisch zu zerstören versucht. Ein Herzstück des Buches ist der Briefwechsel mit der Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja, die Chodorkowski intellektuell und moralisch herausfordert und zu besonderer Offenheit in seinen Antworten bewegt.

Rezensionen zu diesem Buch (1)

Freiheit und Rechtlosigkeit als unvereinbare Lebensbedingungen. Michail Chodorkowski ist ein Mann, der weit über die Grenzen Russlands hinaus Interesse und Neugierde weckt. ...weiter

Verfasst von am 29.05.2011

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