Cassia & Ky 01: Die Auswahl

von

Roman

Aus dem Amerikanischen von Stefanie Schäfer

464 Seiten (gebunden)
Fischer FJB

Erscheinungsdatum: 28.01.2011

ISBN: 9783841421197

Rezension von

Verfasst am: 28.08.2011

Bewertung:

  • 5/5 Sterne.

Für Cassia Reyes beginnt der wichtigste Tag ihres bisherigen Lebens. Heute ist nicht nur ihr 17. Geburtstag, sondern auch das Paarungsbankett. Dort wird ihr der vom System ausgewählte perfekte Partner vorgestellt, den sie mit 21 heiraten wird.

Ihre Überraschung ist groß als die Wahl auf ihren besten Freund Xander fällt, obwohl es jeder Junge im ganzen Land hätte sein können. Als Cassia sich jedoch den Mikrochip mit seinen Daten anschaut, um vielleicht doch noch etwas Neues über ihn zu entdecken, erscheint dort plötzlich das Gesicht von Ky Markham, den sie ebenfalls schon sehr lange kennt.

Die Gesellschaft, die so lange sie denken kann, über ihr Leben bestimmt, hat einen Fehler gemacht. Sollte doch nicht alles, was vom System verordnet wird, angefangen bei Nahrung, Kleidung, Bildung und sogar der absichtlich herbeigeführte Tod nur zu ihrem Besten sein? Cassia beginnt zu zweifeln und betrachtet Ky plötzlich mit anderen Augen. Soll sie auf ihr Herz hören oder weiter die Regeln befolgen?

Auch ich möchte heute mal mit einer kleinen Anmerkung zum Buchcover beginnen. Das Mädchen im grünen Kleid, gefangen in der Glaskugel, passt perfekt zum Inhalt des Buches, was ja nicht so oft der Fall ist. Dafür großes Kompliment an den Verlag.

Obwohl ich nicht zur avisierten Altersgruppe gehöre, hat mich „Die Auswahl“ als Auftakt einer Trilogie sehr in seinen Bann gezogen. Die Liebesgeschichte von Cassia und Ky ist eine mit leiseren Tönen, allein schon bedingt durch das Umfeld, in dem sie spielt. Das Dreiecksverhältnis mit Xander kommt eigentlich wenig zum Tragen, kann aber im späteren Verlauf noch eine Rolle spielen. Es fehlt nicht an Romantik und großen Gefühlen, wenn auch große Dramen ausbleiben, vom Ende mal abgesehen.

Die eigentliche Faszination des Buches machte für mich allerdings mehr die fiktive Gesellschaftsform von Bria aus. Hier hätte ich mir noch mehr Hintergrundwissen gewünscht, wie es überhaupt zu so einem System kommen konnte. Okay, es wird angedeutet, dass sämtliche Technik zusammengebrochen ist. Das kann man sich aus heutiger Sicht gut vorstellen und käme wahrscheinlich für viele einem Albtraum gleich.

Doch wie so viele Menschen in ein Regelwerk gepresst werden können, wo komplett über einen bestimmt wird und nicht mal die Träume heilig sind, ist schier unvorstellbar. Allein der Gedanke hundert Bücher, Gedichte, Musikstücke etc. auszuwählen, die erhaltenswert sind, verursacht mir eine Gänsehaut.

Die Entwicklung von Cassia in diesem System von der völlig überzeugten Mitläuferin, zur Zweiflerin und schließlich Rebellin finde ich sehr schön dargestellt. Klar, geht das nicht von heute auf morgen. Sie trägt ja auch Verantwortung für ihre Familie und Freunde. Von daher passiert jetzt auch noch nicht wirklich viel in diesem ersten Band, aber der Weg ist geebnet und ich bin sicher, dass noch einige Härten auf Cassia, Ky und alle anderen Andersdenkenden zukommen.

Zusammengefasst empfinde ich diesen Auftaktband äußerst vielversprechend und freue mich bereits heute zu lesen, wie Cassia und Ky wieder zueinander finden und den Kampf gegen das totalitäre System antreten. Schade, dass die Wartezeit bis dahin noch sehr lang ist.

Migliedermeinung

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