Robocalypse

von

Science Fiction

464 Seiten (broschiert)
Droemer

Erscheinungsdatum: 12.09.2011

ISBN: 9783426226001

Brigitte Linke
Rezension von

Verfasst am: 19.09.2011

Bewertung:

  • 5/5 Sterne.

Visionen eines Weltkrieges zwischen Mensch und Maschine.

Der Beginn ist eigentlich das Ende. Erster Schauplatz ist ein abgelegener Ort im westlichen Alaska, am Rande der Ragnorac Intelligence Fields. Die restlichen Überlebenden der Brightboy Squad fördern zu Ende des Krieges zwischen Robotern und Menschen eine Black Box aus der Tiefe eines riesigen Kraters. Sie enthält Aufzeichnungen, die kontinuierlich Auskunft über die Jahre des Kampfes geben. Die Berichte sind ähnlich abgefasst wie Tagebucheintragungen, jeweils aus den Blickwinkeln verschiedener Personen, aber dennoch im Fortgang der Ereignisse ineinander verzahnt. Langsam steigert sich die Spannung des Lesers, der einen unheimlichen Prozess miterlebt. Er wird Zeuge, wie aus anfänglichen, vereinzelten Störfällen bei den menschengehorchenden Robotern agressive Vernichtungsschläge gegen die Rasse der Menschen werden, in einer nie dagewesenen, listigen Vielfalt, die nur von der hochgezüchteten Intelligenz einer Maschine mit Namen Archos entworfen worden sein kann. Von Archos weitergegeben über ein absolutes, weltweites Datennetz, erfasst diese grauenvolle Wandlung alle Roboter, die im “Akuma”, einem Verband, vereinigt sind. Lediglich eine geringe Zahl von “Senshi”, dem Menschen weiterhin getreue Robos oder einige humanoide Geschöpfe, wie die Freeborn Robos, entziehen sich dieser grauenhaften Umprogammierung. Archos’ übermäßige, todbringende Intelligenz scheut jedoch nicht davor zurück, auch eine makabre Mixtur aus Mensch und Maschine zu konstruieren, um einen endgültigen Sieg davon zu tragen.

Die schonungslose, teilweise brutale Schilderung der Kampfhandlungen treibt dem Leser sicherlich die ein oder andere Gänshaut über den Rücken. Sie sorgt aber auch dafür, dass er sich der unheimlichen, visionären Situation so intensiv bewußt wird, dass er nur einen Gedanken haben kann: “Oh, Gott, lass es nie so weit kommen!”

Daniel Wilson hat ein tolles Buch geschrieben. Selbst wenn es in manchen Situationen absolut überzeichnet wirkt, sein Eindruck auf den Leser ist nachhaltig und beunruhigend. Im Zeitalter der Technik sollte uns Nichts mehr verwundern, und doch erwecken gewisse Dinge ein unterschwelliges Unwohlsein, wenn man Wilson gelesen hat.

Migliedermeinung

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