Gestohlene Liebe

von

Romantic Thriller

398 Seiten (broschiert)
Egmont Lyx

Erscheinungsdatum: 09.06.2011

ISBN: 9783802583278

Rezension von

Verfasst am: 20.11.2011

Bewertung:

  • 3/5 Sterne.

Das in Blau gehaltene Cover wirkt etwas kühl, macht aber recht schnell klar, dass es sich hier um eine Mischung aus erotischer und abenteuerlicher Literatur handelt. Die aufgedruckte Betitelung eines Thrillers ist meiner Meinung nach allerdings etwas übertrieben.

Bei „Gestohlene Liebe“ handelt es sich um den zweiten Band der „Stolen-Trilogie“. Anders als im ersten Band, übernehmen hier die Archäologin Katherine Meyer und der Antiquitätenhändler Peter Kauffmann die Rolle der Protagonisten. Die beiden begegnen sich auf einer Ausgrabungsstätte in Ägypten und kommen sich schon recht bald näher. Als jedoch ein paar Kunstgegenstände verschwinden, ist Katherine sich nicht sicher, ob sie Peter vertrauen kann. Da dieser bereits zuvor in zwielichtige Geschäfte verwickelt war, keimt in ihr der Verdacht auf, er könnte etwas mit den gestohlenen Gegenständen zu tun haben. Der Streit ist vorprogrammiert und als Peter seiner Schwester in Amerika einen Besuch abstattet, um sich bei ihr auszuheulen, schlägt das Schicksal erbarmungslos zu.

Peter erhält die Nachricht, dass Katherine bei einer Explosion ums Leben kam. Um mit der Trauer fertig zu werden, vergräbt er sich mehr und mehr in seine Arbeit, beschließt aber fortan, die Finger von krummen Geschäften zu lassen, denn diese waren schließlich der Auslöser des Streits zwischen Katherine und ihm. Was er allerdings nicht ahnt: Katherine hat ihren Tod nur vorgetäuscht, um vor skrupellosen Grabräubern zu fliehen, die ihre Teamkollegen in eine tödliche Falle gelockt haben. Der Preis für ein gesichertes Leben ist hoch und kostet sie ihre Identität. Und dies bedeutet, den Mann, den sie liebt, aufzugeben – auch um ihn nicht in Gefahr zu bringen.

Als Peter sechs Jahre später auf einer Auktion einer Frau über den Weg läuft, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen. Es ist seine totgeglaubte Katherine und so wie es scheint, ist sie nur zurückgekommen, um etwas von ihm zu stehlen. Peters Enttäuschung über diesen Vertrauensbruch ist so groß, dass er Katherines Nähe nicht mehr ertragen kann. Als sich aber die Grabräuber, die Katherine noch immer nach dem Leben trachten, wieder an ihre Fersen haften, steckt Peter plötzlich mitten in einer Verfolgungsjagd auf Leben und Tod …

Nachdem mich der erste Band der Trilogie noch überzeugen konnte, siedelt sich dieser Teil leider nur im Mittelbereich an. Zu blass und unbedeutend bleiben hier die Hauptcharaktere. Es hat mich fürchterlich gestört, dass beide Figuren ziemlich gefühllos erschienen. Ein schlechtes Gewissen seitens Katherine habe ich vergebens gesucht und auch die Verwunderung über ein Wiedersehen, welches es eigentlich gar nicht hätte geben können, fiel doch recht ernüchternd aus. Irgendwie so nach dem Motto: „Du hier? Ich denke, Du bist tot. Du bist es nicht? Auch gut, aber dann spiele ich eben die beleidigte Leberwurst, weil Du mich so hintergangen hast.“ Nee, also wirklich, ein bisschen schockierter über das unerwartete Wiedersehen hätte Peter schon sein können. Wo bleibt denn da bitte die Glaubhaftigkeit?

Auf jeden Fall fliehen die beiden munter vor sich hin, haben ja auch zwischendurch genug Zeit über die Vergangenheit nachzudenken. Natürlich sind von beiden Seiten noch Gefühle vorhanden, aber es wäre ja langweilig, wenn man diesen sofort nachgeben würde, also zickt einer von beiden immer rum. Die erste Zeit ist es noch ganz interessant, aber dann wird es langweilig und ich habe mich ständig gefragt, wann die beiden endlich Klartext miteinander reden und Katherine sich dafür entschuldigt, dass sie Peter so lange im Ungewissen gelassen hat. Aber nein, nichts … Da leben und fliehen die beiden einfach nebeneinander her und schaffen es nicht, ihre Probleme aus dem Weg zu räumen.

Als etwas störend habe ich auch die ständigen Zeit- und Ortswechsel empfunden. In manchen Büchern trägt das zur Auflockerung und Anhebung der Spannung bei. Hier war es leider etwas zu viel des Guten. Ich musste mich permanent wieder umstellen. Aber zumindest wurde in den Überschriften darauf hingewiesen, zu welchem Zeitpunkt man sich wo befindet. Das hat die Sache etwas erleichtert.

Erfreulich ist, dass man in „Gestohlene Liebe“ auch Figuren aus dem ersten Band wiederbegegnet. Die Protagonisten haben in diesem Band eine kleine Nebenrolle und ich gehe fast davon aus, dass auch Katherine und Peter im dritten Band einen Gastauftritt haben werden.

Wenn man davon absieht, dass die Autorin ihre Protagonisten etwas zu stiefmütterlich behandelt hat, darf man sich auf eine gelungene Mischung zwischen actionreichen Verfolgungsjagden und knisternden Erotikszenen freuen. Mir hat aber eindeutig der erste Band besser gefallen. Von daher kann ich hier leider nur drei Sterne vergeben.

Migliedermeinung

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