Nichts als Erlösung

von

Kriminalroman

352 Seiten (gebunden)
Ullstein

Erscheinungsdatum: 10.10.2011

ISBN: 9783550087776

Rezension von

Verfasst am: 11.01.2012

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

Ein Schimmel, der ihr den Weg weist.

“Nichts als Erlösung” ist der fünfte Fall von Judith Krieger und ihrem Ermittlungsteam.
Nachdem ein Mann ermordet wurde, rollen sie einen zwanzig Jahre alten ungelösten Fall wieder auf. Denn der zurückliegende Fall, bei dessen Familiendrama genau dieser Ermordete der Hauptverdächtige war, scheint mit seinem Tod zusammen zu hängen.

Dabei ging es damals um ein Kinderheim aus der Nazizeit, den damaligen Erziehungsmethoden und den Erwachsenen, die dieses Heim geleitet hatten. Und die neueste Tat scheint damit verknüpft zu sein.
Je mehr Krieger in der Vergangenheit dieser Familie, sowie des letzten Opfers und des Heimes forscht, umso mehr kommt sie zu einem Schluss: Es geht um Rache!

Während ihr Team den mickrigen Spuren nachgeht, haben sie und ihr Partner ebenfalls mit vergangenen Situationen und Ereignissen zu kämpfen, was jeder auf seine Art verarbeitet. Judith hat entsprechende Träume, in denen ein Schimmel vorkommt, und ihr Kollege Manni tobt sich auf der Autobahn aus.
Und als wäre das noch nicht genug, wird die Kommissarin von einem Reporter erpresst und bekommt von jemandem seltsame Bilder zugeschickt.
All das sind Verknüpfungen, die es zu entwirren gilt um an die Lösung zu kommen und den Mörder zu fassen …

Dieser Roman von Gisa Klönne war mein erster Krimi ihrer Serie über Kommissarin Judith Krieger. Als Quereinsteigerin hatte ich anfangs etwas Probleme, da immer wieder ohne genauere Details auf vorangegangene Fälle eingegangen wurde, die ich gebraucht hätte, um einzelne Anspielungen zu verstehen. Aber je länger ich in diesem Krimi weiterlas, desto weniger machten mir die fehlenden Puzzlestückchen etwas aus und ich konnte mich auf den Fall konzentrieren. Dieser nahm immer mehr an Spannung zu und wurde zum Schluss noch richtiggehend dramatisch. So wurde ich von dieser Seite her nicht enttäuscht und kann mit gutem Gewissen sagen, dass dies ein echter Krimi ist.

Durch verschiedene Handlungsstränge wurden mir mehrere Sichtweisen geschildert, die zu Anfang nicht zugeordnet werden konnten. Erst mit der Zeit fügten sich einzelne Geschehnisse zu einem vollständigen Bild zusammen.
Zudem erfuhr ich durch einen Reporter, der sich dabei in den Kriminalfall einmischte und parallel ermittelte, auch auf einem anderen Weg etwas über den Fall, was abwechslungsreich war.
Immer wenn ein Abschnitt begann, wovon es fünf an der Zahl gab, wurden Auszüge in Schreibmaschinenform dargestellt, die erst im Laufe der Geschichte einen Sinn ergaben.
Einzelne Figuren wurden mir gut genug beschrieben, dass ich mir ein Bild von ihnen machen konnte, doch richtig vorgestellt wurde mir nicht einmal die Protagonistin und Kommissarin selbst.
Trotzdem weiß Gisa Klönne, wie sie mich immer stärker fesseln konnte. Ihr Schreibstil ist flüssig und zieht einen in den Bann, wenn er auch nicht so spannend ist wie ich erwartet hatte. Das gewisse etwas fehlt zu fünf Sternen.

Fazit:
Ich würde sehr gerne mehr über die vergangenen Fälle erfahren, um zu wissen wie es dazu kommt, dass die Krieger das Rauchen aufgibt und was es mit einem schlimmen Erlebnis zu tun hat.
Somit vergebe ich fast die volle Punktzahl, vier bis fünf von fünf Sternen.

Kommissarin Judith Krieger:
1. Der Wald ist Schweigen
2. Unter dem Eis
3. Nacht ohne Schatten
4. Farben der Schuld
5. Nichts als Erlösung

Migliedermeinung

Rezensentenbewertung (1):

  • 4.0000/5 Sterne.

Leserbewertung (0):

  • Momentan 0/5 Sterne.

Ihre Bewertung:

  • Momentan 0/5 Sterne.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5