Happy Family

von

Roman

288 Seiten (gebunden)
Kindler

Erscheinungsdatum: 16.09.2011

ISBN: 9783463406183

Rezension von

Verfasst am: 25.01.2012

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

Dieses Buch ist für alle, die einfach mal schmunzeln möchten. Mir fehlt wahrscheinlich der Humor, denn ich fand das Buch eher lieblos und farblos und nur in manchen Abschnitten bedingt witzig!

Darf ich euch die Familie Wünschmann kurz vorstellen? Ja?

Also da haben wir zum einen -

Emma / Mama Wünschmann – sie führt einen Kinderbuchladen, der leider nicht so sehr gut läuft.

Frank / Vater Wünschmann – arbeitet sehr viel und fällt abends nur noch wie tot ins Bett. Familienleben? Eher nicht!

Fee / Felicitas Wünschmann – Hauptberuf nervige Tochter auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Immer im Streit mit ihrer Mutter. Frisch verliebt und dauernd am smsen und kifft auch mal ganz gerne.

Max Wünschmann – vergräbt sich lieber hinter Büchern, schlaues Köpfchen und potentielles Mobbingopfer.

VORSICHT SPOILER!

Ich denke, die paar Sätze zu den Personen, die uns in dem Buch begegnen, reichen aus um sie zu umschreiben. Eine ganz normale Famile, die sich auseinander gelebt hat und eben völlig unhappy ist mit der jeweiligen Situation. Sohn fühlt sich ungeliebt, da seine Mutter nur mit Fee streitet und ihn dabei komplett übersieht. Kein Wunder, wenn er sich nur hinter seinen Büchern verschanzt und dabei auch noch ein guter Schüler ist, was Fee nicht von sich behaupten kann. Ihre Versetzung steht auf dem Spiel und ihr scheint es komplett egal zu sein. Für Frank existiert nur seine Arbeit und die Familie steht nur auf dem zweiten Platz in seinem Leben. Die Buchhandlung von Emma läuft eher schlecht als recht und macht sie natürlich auch eher unzufrieden. Als dann eines Tages eine alte Freundin in den Laden spaziert und es einfach viel besser hat, zumindest finanziell, kommt Emma die Idee ihre Freundin mit ihrer Familie zu beeindrucken, denn das ist das einzige, was Lena nicht aufweisen kann. Es folgt ein Abend voller Katastrophen, der in einem Fluch endet und aus Familie Wünschmann die Adams Family macht. Hätte sie der Bettlerin an der Straße doch einen Euro gespendet. Vielleicht wären sie dann nicht verflucht worden? Wenn das Wörtchen “Wenn” nicht wäre, dann wäre vielleicht doch einiges anders gelaufen. Da die Wünschmanns schon die passende Verkleidung aufweisen, denn sie waren zu einer Vorlesung der Schriftstellerin Stephanie Meyers, die Emma eigentlich für ihren Buchladen gewinnen wollte um Kunden anzulocken. Das geht aber komplett in die Hose und nun sind sie Monster und machen sich nun als Monsterfamile auf den Weg die Hexe zu suchen, damit sie den Fluch aufhebt. Mit an Bord sind Chayenne, die Angestellte im Buchladen von Emma und Jaqueline, diejenige, die Max immer mit dem Kopf in die Toilettenschüssel taucht. Zu sechst geht es los nach Transsilvanien und von dort aus weiter nach Ägypten, Wien … Jede Menge Abenteuer warten auf die Wünschmanns, ähhhh ich meine natürlich Famile Wünschmann.

Habe ich euch schon erzählt, wie Familie Wünschmann sich jetzt durch das Leben plagen muss? Nein? Aus dem Kostümfindus brachte Emma für ihre Familie die passenden Kostüme für die Lesung mit Stephanie Meyers. Dumm nur, dass sie die einzigen waren, die verkleidet erschienen und nun der Lacher des Abends waren. Hat Emma da etwas falsch verstanden? Emma ist nun eine Vampirin, Fee eine Mumie, Max ein Werwolf und Frank Frankenstein. Mit neuen Superkräften ausgestattet machen sie sich nun auf um sich Dracula und anderen Gruselgestalten zu stellen.

Soweit hierzu. Mehr will ich nicht verraten, denn sonst nehme ich euch komplett die Lust das Buch selbst zur Hand zu nehmen.

Meine Meinung:

Nun ja, ich habe schon viel von David Safier gehört und daher vor einiger Zeit “Plötzlich Shakespeare” gelesen, welches ähnlich gestrickt ist wie dieses. Frau findet sich im Körper eines Mannes wieder. Hier sind es halt Monster und die erleben das eine oder andere Abenteuer, auf der Suche nach der Hexe, die ihnen dieses angetan hat. Natürlich Fiktion und Spinnerei, die man einfach mögen muss oder es eben lässt. Zwischendurch habe ich schon gelächelt, glaub ich, aber ich weiß es ehrlich gesagt nicht so genau. Besonders begeistert hat mich das Buch nicht, aber auch nicht gelangweilt, irgendwo dazwischen habe ich mich gefühlsmäßig befunden. Bücher sind Geschmackssache und was dem einen gefällt, gefällt dem anderen nicht. David Safier weist eine Menge an Fantasie auf und nimmt uns mit auf eine Reise, die teilweise hart ist, besonders für die Wünschmanns, die schon davon geplagt sind, sich in ihrem Monsterkörper zurechtfinden müssen und nun miteinander leben und auch streiten müssen. Dass da einiges an Ärger vorprogrammiert ist, ist logisch.

Das schlimmste ist, dass ich mich zwischendurch in den Personen wiedergefunden habe, bzw. meine Familie. Es gibt Tage da leben auch wir aneinander vorbei. Das muss sich ändern und vielleicht ändert sich ja auch das Leben der Familie Wünschmann? Vielleicht streiten sie sich nicht mehr nur, sondern fangen an miteinander zu kämpfen und nicht gegeneinander? Sie haben schließlich ein Ziel und das ist die Zurückverwandlung in ganz normale Menschen. Ob sie es schaffen, müsst ihr natürlich selbst lesen. Ich verrate kein weiteres Wort.

Das Buch habe ich recht zügig gelesen und ehrlich gesagt wurden meine Gehirnzellen nicht wirklich in Anspruch genommen. Das Buch las sich quasi von alleine. Da ich die Idee aber ganz nett fand und es ja auch eigentlich eine Botschaft hat, die ihr noch nicht kennt (ha,ha,ha) vergebe ich 4 Sterne und spreche natürlich auch eine Leseempfehlung aus!

Herausragend sind die Zeichnungen im Buch, denn Frank ist als Frankenstein der menschlichen Sprache nicht mehr mächtig und zeichnet daher seine Gefühle und seine Empfindungen. Das hat mir sehr gefallen muss ich gestehen!

Wünsche euch allen einen tollen Tag!

GLG,

Mel

P.S: Ich bin gespannt, ob David Safier irgendwann verklagt wird, da er Stephanie Meyer einen Brei(t)arsch angedichtet hat und es sich natürlich auch nicht nehmen lässt den einen oder anderen Promi aus Gegenwart und Vergangenheit aufs Korn zu nehmen!

Nette Lektüre für zwischendurch ohne großen Anspruch! Sorry, Mr. Safier, aber das können Sie doch besser, oder?

Migliedermeinung

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