Das zerbrochene Fenster

von

Thriller

366 Seiten (Taschenbuch)
Bastei Lübbe

Erscheinungsdatum: 20.07.2012

ISBN: 9783404160464

Rezension von

Verfasst am: 22.07.2012

Bewertung:

  • 5/5 Sterne.

Vermisst

Um es gleich vorwegzunehmen, “Das zerbrochene Fenster”, der neue Thriller von Zoë Beck, hat mir sehr gut gefallen. Wieder hat die Autorin einen Roman in der Tradition von Elizabeth George, Val McDermid beziehungsweise Minette Walters geschrieben. Doch worum geht es?

Schauplatz ist Schottland, die Halbinsel Fife zwischen Edinburgh und Dundee sowie St. Andrews. Damit sich der Leser ein Bild machen kann, sind vorne im Buch zwei Karten abgebildet.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen und zwei Handlungssträngen erzählt: der erste beginnt im Dezember des Jahres 2003 mit einer kaputten Scheibe in den Auszügen aus Philippa Murrays Tagebuch. Der andere spielt in der Gegenwart, fast genau sieben Jahre später:

Cedric Darney kämpft sich durch die verschneite Landschaft zum Anwesen seines verstorbenen Vaters, Lord Darney, nachdem er von dort einen mysteriösen Anruf erhalten hatte. Kurz darauf findet er die Leiche seiner Stiefmutter Lillian. Diese wurde brutal ermordet. Wer ist der Täter? Und wo liegt sein Motiv?

Bei der Polizei in Edinburgh meldet sich eine Frau namens Philippa Murray und behauptet, den Namen des Mörders zu kennen. Ihr Freund Sean habe die Tat in seinem Notizbuch angekündigt. Bei ihren Untersuchungen stellt die Polizei jedoch fest, dass Sean Butler vor sieben Jahren verschwunden ist. Als sie Pippa zuhause aufsuchen wollen, ist diese plötzlich ebenfalls verschwunden…

Viel Personal, eine komplexe Handlung, tödliche Wendungen und ein überraschendes Ende, dies sind die Zutaten von Zoë Becks neustem Thriller “Das zerbrochene Fenster”. Neben Cedric gibt es auch ein Wiedersehen mit dem Journalisten Ben Edwards und seiner Fiona sowie den Chandler-Lyttons aus früheren Werken. Dennoch handelt es sich bei “Das zerbrochene Fenster” um einen eigenständigen Roman.

Ich mag es ja, wenn ein Autor sich kurz fassen kann: Nach knapp 400 Seiten, einer exzessiven Suche und vielen falschen Fährten werden beide Handlungsstränge perfekt zusammengeführt. Auch wenn der eine oder andere Punkt zum Schluss offen bleibt, finde ich das nicht schlimm. Im Gegenteil, hier bietet sich die Option auf eine Fortsetzung.

Fazit: “Das zerbrochene Fenster” ist eine wunderbar komplexe Geschichte, mit zahlreichen Verdächtigen und überraschenden Wendungen. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und der Erzählstil ist sehr lebendig. Beste Unterhaltung mit viel Atmosphäre und reichlich schwarzem Humor. Ein absolutes Highlight: 5* und meine unbedingte Leseempfehlung!

Migliedermeinung

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