Darkyn Band 5: Für die Ewigkeit

von

Vampirroman

384 Seiten (Taschenbuch)
Egmont Lyx

Erscheinungsdatum: 09.02.2012

ISBN: 9783802585135

Rezension von

Verfasst am: 09.01.2013

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

Im fünften Band „Für die Ewigkeit“ geht es genauso rasant weiter wie der vierte Teil der Darkyn-Reihe endete.

Die Hauptrolle spielen dieses Mal der schottische Darkyn-Lord Aedan mac Byrne und seine Seneschallin Jayr. Aber wie wir Leser es von Lynn Viehl gewohnt sind, treffen wir auch wieder auf Michael Cyprien und seine Gefährtin Alexandra, die für mich von Beginn an die wahren Protagonisten sind.

Jayr führt ein Leben, das für eine Frau völlig unangemessen ist. Mit 17 Jahren wurde sie ausgerechnet von dem Mann zu einer Darkyn gemacht, dem sie jetzt unter Einsatz ihres Lebens dient. Die durch die Umwandlung unterbrochene Pubertät sorgte dafür, dass weder Jayrs Busen noch ihre Sexualität ausgeprägt sind. Als Frau in einem knabenhaften Körper verdreht sie so manch einem Mädchen den Kopf. Jayr hat aber nur Augen für einen einzigen Mann – ihren Meister. Sie ahnt nicht, dass dieser die gleichen Gefühle auch für sie hegt. Er fühlt sich jedoch schuldig, weil er Jayr ein Leben als Darkyn aufgezwungen hat und das, nachdem sie ihm das Leben rettete. Im Kampf gegen die Engländer geriet er damals in eine mit Kupferspeeren versetzte Fallgrube, aus der er sich nicht alleine befreien konnte. Das noch unschuldige Mädchen mit der Nonnenkleidung zog ihm einen Kupferspeer aus der Brust und bot ihm ihr Blut an, um zu überleben. Da Aedan kein Maß kannte, trank er zu viel und ihm blieb nichts anderes übrig, als Jayr zu verwandeln. Auch jetzt noch beschützt ihn seine Seneschallin, denn aus ihr ist eine tapfere Kämpferin geworden, die es mit jedem aufnehmen könnte. Um den Menschen, den er liebt, nicht noch einer größeren Gefahr auszusetzen, entscheidet Aedan, das diesjährige mittelalterliche Turnier, welches auf seinem Schloss stattfindet, dazu zu nutzen, sein Amt als Suzerän niederzulegen und durch Michael Cyprien einen Nachfolger bestimmen zu lassen.

Die Gäste des Turniers sind vielschichtig und als besondere Überraschung hat Lynn Viehl Robin von Locksley, besser bekannt als Robin Hood und auch den Sheriff von Nottingham (kurz genannt Nottingham) unter die Gäste gemischt und verrät nebenbei, dass auch diese Legenden in Wirklichkeit Darkyn sind. Außerdem gibt es einen großen Unbekannten, der nichts Gutes im Schilde führt und recht schnell mit Jayr aneinandergerät, die er natürlich wie viele andere auch für einen männlichen Seneschall hält.

Alexandra, die seit ihrer Entführung unter Albträumen leidet, spürt durch ihre Gabe, dass sich unter den anwesenden Gästen ein Mörder aufhält. Sie kann jedoch nicht voraussagen, wer sein Opfer sein wird. Jayr hingegen ist fest davon überzeugt, dass es jemand auf ihren Lord abgesehen hat und sie ist fest entschlossen, ihn mit ihrem Leben zu verteidigen. Aber kann sich Jayr wirklich auf einen Kampf konzentrieren? Alexandra hat zwischenzeitlich ihre ärztlichen Fähigkeiten dazu genutzt, Jayr ihre unterdrückte Sexualität freizusetzen und ihr zu mehr Weiblichkeit verholfen. Und Jayr hat die Zeit genutzt, nachzuholen, was sie versäumt hat …

Dieser Band ist an Spannung kaum zu überbieten, was zum großen Teil daran liegt, dass die Erzählperspektiven durch die vielen Charaktere oft wechseln. Alexandra und Michael gingen leider etwas unter, aber vielleicht habe ich auch nur einfach das Gefühl, weil sie meine Lieblingsprotagonisten sind. Die Geschichte um Robin von Locksley hat mich leider nicht so überzeugt. Während sie bei den meisten Lesern sehr gut ankam, hatte ich eher das Gefühl, der Autorin fällt nichts anderes mehr ein, als Figuren irgendwelcher Legenden zu benutzen. Zugegeben, sie hat die Figuren gut in die Geschichte mit eingebunden, aber ich hätte mir trotzdem etwas Eigenes von ihr gewünscht.

Die erotischen Fantasien der Charaktere (oder sollte ich besser sagen der Autorin?), waren in diesem Band sehr stark ausgeprägt. Das ging für mich über Erotik schon hinaus. Sätze wie: „Ich werde dir auf deine hübschen Tit… spritzen. Und jetzt komm für mich. Jetzt.“ sind noch harmlos. Ich habe damit kein Problem, aber Leser, die eher auf ein bisschen Romantik stehen, werden hier vielleicht etwas schockiert sein.

Bei den Kampf- und Folterszenen ist die Autorin nicht zimperlich mit uns umgesprungen. Hier muss ich sagen, kommen sie sehr überzeugend rüber und sind genau richtig portioniert. Auch das Geheimnis um den Mörder ist nicht leicht zu durchschauen. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, welche Figur dahintersteckt. Das Ende der Geschichte hält übrigens noch eine große Überraschung bereit. Ihr dürft also gespannt sein.

Mit der Bewertung dieses Bandes tue ich mich etwas schwer. Die Geschichte ist, wie bereits oben erwähnt, sehr spannend, aber der Teil um Robin Hood hat mich leider nicht so ganz überzeugen können. Da der letzte Band in meinen Augen auch der beste war, bin ich der Meinung, ist eine Abstufung gerechtfertigt. Leider kann ich keine halben Sterne vergeben, sodass ich mich für vier Sterne entscheide.

Migliedermeinung

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