Joline - GenTec Genesis

von

Jugendroman

301 Seiten (Taschenbuch)
bookshouse

Erscheinungsdatum: 01.01.2013

ISBN: 9789963722679

Rezension von

Verfasst am: 27.01.2013

Bewertung:

  • 4/5 Sterne.

In einer nicht ganz so weit entfernten Zukunft hat die 15-jährige Joline mit den üblichen Problemen eines Teenagers zu kämpfen. Die Schule macht nicht wirklich viel Spaß, dafür um so mehr die Unternehmungen mit der besten Freundin Sina. Das Wichtigste ist es, an die neueste Technik zu kommen, wofür sie es schon mal auf eine Konfrontation mit den Eltern ankommen lässt, die so in ihren Jobs aufgehen, dass sie ohnehin wenig Zeit für sie haben.

Als Sina sich verliebt, nimmt sie Joline mit zu einem Jugendclub, wo ihr Schwarm ein und aus geht, und der sich letztlich als Basis der Militanten entpuppt, einer Gruppierung, die sich die Vernichtung von reproduzierten Tieren zum Ziel gemacht hat. Joline glaubt den Einflüsterungen des charismatischen Anführers Zerberus, ist allerdings in einem Gewissenskonflikt, weil ihr Vater genau in jenem Gentechnik-Unternehmen arbeitet, das für die Reproduktion verschiedenster Tiere verantwortlich ist. Als eines Tages das Wildpferd Eo vor ihr steht, muss sie eine Entscheidung treffen.

Der Debütroman von Julia S. Heinrich und erster Teil der GenTec Genesis-Reihe findet sein Zielpublikum am ehesten beim jugendlichen Leser im Teenageralter, kann aber durchaus auch der älteren Generation Spaß bereiten. Ein äußerst flüssiger Schreibstil, der die Sprache der Jugend perfekt wiedergibt, lässt die Seiten nur so dahinfliegen. Allerdings dauert es für meinen Geschmack ein wenig zu lange, bis mal wirklich etwas passiert. Und als es dann so richtig interessant und spannend wird, ist das Buch leider schon zu Ende. Natürlich ist der Leser jetzt erst richtig gespannt auf die Fortsetzung.

Joline ist ihrem Alter entsprechend noch ein wenig uneins mit sich und so ganz kann ich ihre Entscheidung, sich sofort den Militanten anzuschließen, nicht nachvollziehen. Aber die Zweifel folgen auf dem Fuße und ihre Entwicklung bleibt interessant. Besonders toll fand ich, dass es kein Schwarz oder Weiß gibt, jede Partei hat gute Argumente und der Leser fühlt sich so selbst gezwungen, genauer darüber nachzudenken, und am Ende Position zu beziehen.

Das Feld der Genetik wird nicht übermäßig ausführlich behandelt und sollte auch für die jüngeren Leser verständlich sein. Noch viel Potential bietet die kleine Liebesgeschichte, die sich anbahnt, aber noch nicht richtig zum Tragen kommt.

„Joline“ ist ein unterhaltsamer Roman, für alle jungen und junggebliebenen Leser, denen nicht egal ist, welche Auswirkungen der Raubbau an der Natur auf unsere Zukunft hat.

Migliedermeinung

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