Darkyn Band 6: Ruf der Schatten

von

Vampirroman

352 Seiten (Taschenbuch)
Egmont Lyx

Erscheinungsdatum: 13.09.2012

ISBN: 9783802587955

Rezension von

Verfasst am: 24.03.2013

Bewertung:

  • 5/5 Sterne.

In Lynn Viehls sechstem Roman aus der Darkyn-Reihe begegnen wir so vielen Charakteren aus den Vorgängerbänden wieder, wie in noch keinem anderen Band.

Die Geschichte beginnt in einem Pflegeheim, in dem Luisa Lopez liegt, die Alexandras letzte Patientin war, bevor ihr Leben im Kreise der Darkyn ihren Anfang fand. Luisa freundet sich mit der jungen Gärtnerin Liling Harper an, die ebenfalls für das Pflegeheim Lighthouse arbeitet, welches dem Darkyn Valentin Jaus gehört. Valentin kennen wir bereits aus dem zweiten Band, als er seine große Liebe Jema an jemand anderen verliert. Liling und Valentin, die sich zwischendurch zufällig bei einem Besuch in Luisas Zimmer begegnen, fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Als ein Foto von Liling in der Zeitung erscheint, bekommt sie Panik. Sie scheint ein großes Geheimnis in sich zu tragen, was auf keinen Fall gelüftet werden darf. Nun, wo ihre Identität und ihr Aufenthaltsort öffentlich gemacht worden sind, muss Liling vor ihren Feinden fliehen. Dabei kommt ihr Valentin zur Hilfe, indem er ihr das Angebot macht, mit ihm zusammen in seinem Privatjet nach Atlanta zu fliegen. Er hat vor, sich dort mit dem Suzerän Robin zu treffen, den wir Leser aus dem letzten Band kennen. Liling willigt ein und noch im Flugzeug werden die beiden von ihren Gefühlen überrollt und verbringen ein paar sehr intensive Stunden miteinander.

Kurz vor der Landung müssen die beiden feststellen, dass sich ein Passagier an Bord geschlichen hat, der andere Reisepläne hat. Er hat den Platz des Piloten eingenommen und eröffnet Valentin, dass Liling sterben muss. Er zielt mit seiner Pistole auf Valentin und trifft ohne es zu wissen Liling. Anschließend steckt er sich die Pistole in den Mund und drückt ab …

Damit, dass die beiden überleben, verrate ich nicht zu viel, denn sonst wäre die Geschichte ja schon mit einem Flugzeugabsturz beendet. Auch Alexandra und Michael Cyprien sind in dieser Geschichte wieder anzutreffen. Die zwei machen sich auf den Weg zu Alexandras Bruder John, der Cyprien (wenn auch nur sehr widerwillig) um Hilfe gebeten hat. John hat ein Forschungslabor aufgedeckt, in dem man medizinische Experimente mit Kindern durchgeführt hat. Da John in sehr schlechter gesundheitlicher Verfassung ist, nehmen Alexandra und Michael ihn mit nach Chicago. Nach Johns Entdeckung möchte Alexandra nun mehr über ihre Kindheit erfahren, denn sie spürt, dass es eine Verbindung zwischen ihr und dem Forschungslabor gibt …

Lynn Viehl hat mit diesem Roman sämtliche Geschütze aufgefahren. Zwar sind die Protagonisten Liling und Valentin Jaus, aber wir begegnen so vielen Figuren aus den anderen Bänden, dass es für einen Quereinsteiger dieser Serie unmöglich wäre, dem Verlauf der Geschichte noch zu folgen. Hier sollte unbedingt die Reihenfolge eingehalten werden. Während bereits im letzten Band zu merken war, dass der Autorin erotische Fantasien wohl nicht mehr genug waren, hat sie hier nun endgültig eine Grenze überschritten, die weit über die Romantik hinausgeht, wie wir Leser sie von den ersten Bänden her gewohnt sind. Die Beziehung zwischen Liling und Valentin ist sehr speziell, denn Liling liebt es, von Valentin unterdrückt zu werden und Valentin scheint sich in der Rolle des Gebieters auch ganz gut zu gefallen. Gestört hat es mich nicht, aber ich denke für einige Darkyn-Fans könnte es durchaus gewöhnungsbedürftig sein. Außerdem passt es nicht so ganz ins Bild des zurückhaltenden Valentin Jaus, der noch im zweiten Band die junge Jema anbetet, aber zu schüchtern ist, ihr seine Gefühle zu gestehen.

„Ruf der Schatten“ bringt wieder eine Menge an spannenden Handlungen mit sich und ich konnte mich sehr gut auf die Geschichte einlassen. Nach wie vor vermisse ich ein Personenverzeichnis, weil die Charaktere doch langsam überhandnehmen. In diesem Band haben sich fast alle Mitwirkenden aus der Reihe versammelt und nun wird es haarig. Trotzdem möchte ich hier gerne die volle Punktzahl vergeben, weil mich die Autorin mit ihrer Schreibweise überzeugt hat. Auch in diesem Band hält sie wieder eine große Überraschung parat und ich musste schon ein wenig grinsen. Ich bin gespannt, wie es sich auf den nächsten Teil auswirken wird und freue mich schon auf „Am Ende der Dunkelheit“, der diesen Monat erschienen ist.

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