Chicagoland Vampires 2: Verbotene Bisse

von

Vampirroman

448 Seiten (Taschenbuch)
Egmont Lyx

Erscheinungsdatum: 07.07.2011

ISBN: 9783802583636

Rezension von

Verfasst am: 20.05.2013

Bewertung:

  • 3/5 Sterne.

Ein Lob an den Lyx Verlag für das absolut schöne und gelungene Cover. Bereits beim ersten Band fiel das Cover gleich ins Auge. Das Bild der Frau am Fenster, die ihren Blick auf die nächtlich beleuchtete Großstadt wirft, wirkt modern und verleitet dazu, das Buch in die Hand zu nehmen, um sich zu informieren, worum es geht. Da Titel und Untertitel jedoch eindeutig sind, werden hier wohl nur die Vampirfans beherzt zugreifen.

Merits neue Aufgaben als Vampirin machen einen Umzug in das Haus Cadogan notwendig. Schweren Herzens packt sie ihre Sachen und verabschiedet sich von Mitbewohnerin und Freundin Mallory und zieht in das Haus ihres Meisters Ethan Sullivan. Wer bereits den ersten Band gelesen hat, weiß, dass das Verhältnis der beiden nicht gerade das beste ist, denn schließlich hat Ethan Merit gegen ihren Willen verwandelt. Wie gut Merit als Hüterin ihres Hauses ist, kann sie unter Beweis stellen, als sich jemand von der Presse gegen die Vampire wendet. Ein Artikel über Raves, die sogenannten Blutpartys, bei denen die Vampire sich am Blut „freiwilliger“ Spender bedienen, soll die Vampire in ein schlechtes Licht rücken – behaupten diese doch, sich von Blutkonserven und nicht von Menschen zu ernähren. Ausgerechnet Merits damalige Jugendliebe Nickolas Breckenridge trägt seinen Hass den Vampiren gegenüber offen zur Schau. Er möchte seinen Bruder schützen, der eine Drohmail erhalten hat, die ganz eindeutig von einem Vampir stammt. Er stellt Merit ein Ultimatum von 24 Stunden. Doch wie soll der Verräter so schnell enttarnt werden, wenn Vampire die Hälfte der Zeit schlafen? Stammt der Verräter überhaupt tatsächlich aus dem Hause Cadogan oder hat Celina Desaulniers, die wieder auf freiem Fuß ist, ihre Finger im Spiel …

Während ich vom ersten Teil der Chicago Vampires-Reihe noch absolut überzeugt war, hat mich dieser Band leider nicht so ganz mitreißen können. Die Geschichte ist nach wie vor außergewöhnlich, jedoch leider viel zu langweilig erzählt. Die ganze Handlung wird mit Nichtigkeiten zerredet, bevor überhaupt mal etwas passiert. Es gibt nach wie vor die Dreiecksbeziehung zwischen Merit, Ethan und Morgan – aber auch da passiert nichts. Merit weiß einfach nicht, was sie will. Sie ist zwar ein starker und eigensinniger Charakter, aber in diesem Band kommt sie mir sehr duckmäuserisch vor. Die Tatsache, dass sie sich zu zwei Männern hingezogen fühlt, sollte einen annehmen lassen, dass sich in Sachen Liebe mal was tut – aber es passiert wirklich gar nichts. Der Charakter Morgan kam in diesem Band sowieso etwas zu kurz. Stattdessen wird die Autorin nicht müde, immer wieder zu erwähnen, wie verantwortungsvoll doch die Aufgabe der Hüterin ist und wie schlimm es für Merit ist, ihre innere Vampirin zu unterdrücken. Wofür bitte muss eine Vampirin ihre innere Vampirin unterdrücken? Wenn ich ein Haus voller Vampire schützen möchte, muss ich alles geben – das sollte gerade eine sonst recht emanzipierte und eher vorlaute Merit doch am besten wissen.

Natürlich liest sich das alles wieder sehr negativ. Das liegt allerdings daran, dass die Messlatte durch den ersten Band sehr hoch gesteckt war und ich etwas enttäuscht darüber bin, dass die Autorin den Standard nicht halten konnte. Wie bereits erwähnt, ist die Geschichte an sich immer noch sehr interessant und ich möchte auch gerne weiterlesen, um zu erfahren, wie es nun weitergeht. Ich werde den dritten Band auf jeden Fall auch noch lesen und hoffe, die Autorin kommt wieder auf das Niveau des Debütromans zurück. Deshalb gibt es von mir dieses Mal „nur“ drei Sterne.

Migliedermeinung

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