Chicagoland Vampires 3: Mitternachtsbisse

von

Vampirroman

448 Seiten (Taschenbuch)
Egmont Lyx

Erscheinungsdatum: 12.01.2012

ISBN: 9783802583643

Rezension von

Verfasst am: 20.05.2013

Bewertung:

  • 5/5 Sterne.

„Mitternachtsbisse“ ist der dritte Band aus der Chicagoland-Vampires-Serie und knüpft nahtlos an den Vorgängerband an.

Der Verfasser der anonymen Einladung, mit der die Geschichte im letzten Teil endete, bittet Merit um ein Treffen und macht ihr ein sehr heikles Angebot. Eine positive Entscheidung ihrerseits würde sie zu einem Spitzel in ihrem eigenen Haus machen und sie hinterginge somit nicht nur ihren Meister, sondern auch alle anderen Vampire des Hauses Cadogan.

Während Merit Bedenkzeit erhält, tauchen ganz andere Probleme auf, die Ethan und Merit in eine sehr unangenehme Lage bringen. Im Gegensatz zu den Vampiren, die sich bereits vor längerer Zeit geoutet haben, scheuen die Formwandler diesen Schritt, weil ihnen die Sicherheit ihres Rudels über alles geht. Damals mussten viele Vampire bei einer Säuberungsaktion ihr Leben lassen. Hilfe vonseiten der Formwandler gab es nicht, was auch der Grund für das angespannte Verhältnis zwischen den beiden Parteien war und noch immer ist.

Ein vom Rudelführer Gabriel Keene einberufenes Treffen aller Rudel der Vereinigten Staaten soll die Fronten klären. Dabei soll erneut darüber abgestimmt werden, ob die Formwandler im Falle eines Krieges an der Seite der Vampire kämpfen, was ein Outing nach sich zöge. Vampirmeister Ethan Sullivan setzt sich mit Überzeugung für ein besseres Verhältnis zwischen Vampiren und Formwandlern ein und erteilt Merit den Auftrag, als Leibwächterin für Gabriel Keene zu fungieren, um für dessen Sicherheit zu sorgen.

Das Treffen macht beiden Seiten schnell klar, wie viele Vorurteile noch herrschen und eine gütliche Einigung scheint in weite Ferne zu rücken, als ein Mordanschlag auf den Rudelführer verübt wird. Und es sieht ganz danach aus, als wäre jemand aus den eigenen Reihen dafür verantwortlich …

Nach einem eher mittelmäßigen zweiten Band ist der dritte nun endlich wieder auf dem Niveau angelangt, welches mich im ersten Band so begeistert hat. Diesmal hält sich die Autorin nicht mit Nichtigkeiten auf, sondern hält den Spannungsbogen durchgehend aufrecht. Auch Merit kommt etwas mehr aus sich heraus und zeigt, was in ihr steckt – das kleine Duckmäuschen ist verschwunden. Der Streit zwischen ihr und ihrer Freundin Mallory wird endlich beigelegt, sodass wir Leser in den Genuss ihrer genialen Hexenkünste kommen, die mir mehr als einmal ein Lächeln entlockt haben.

In liebestechnischen Dingen tut sich in „Mitternachtsbisse“ auch so einiges, denn Merit und Ethan kommen sich endlich näher. Oberste Priorität jedoch hat der Schutz des Hauses Cadogan und hier beweisen beide ihre Professionalität in Bezug auf ihre Aufgabe. Aber kann so eine Liebe auch bestehen? Und wie nimmt Merit es auf, dass plötzlich Ethans Exfreundin vor der Tür steht?

Mich begeistert, wie facettenreich Chloe Neill ihren Roman gestaltet hat. Die Mischung aus Spannung, Witz und Romantik ist ihr gut gelungen. Die Figuren haben sich ganz klar weiterentwickelt und es macht immer mehr Spaß, der Geschichte zu folgen. Chloe Neill hat ihre Charaktere außerdem sehr gut verpackt, sodass es mir nicht möglich war, herauszufinden, wer die Attentate auf den Rudelführer begangen hat. Hier herrscht eindeutig großes Potenzial für einen möglichen Krimi aus der Feder der Autorin. Hut ab!
Was die Wahl des Covers angeht, bin ich auch sehr zufrieden. Für einen Liebesroman wäre es mir eindeutig zu kitschig gewesen. In diesem Fall passt das Bild einer Frau in einem Fenster sehr gut. Sie blickt auf eine in der Dämmerung liegende Großstadt. Das ganze Bild hat etwas sehr Geheimnisvolles, aber auch Romantisches an sich. Die Lässigkeit in der Pose der Frau spiegelt sehr gut den Charakter von Merit wider.

Alles in allem gibt es überhaupt nichts zu meckern – nicht einmal darüber, dass ich so lange auf den nächsten Band warten muss, denn der ist bereits erschienen und heißt „Drei Bisse frei“. Ich hoffe, er wird genauso gut wie „Mitternachtsbisse“, den ich uneingeschränkt empfehlen kann und für den ich gerne fünf Sterne vergebe.

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