Longlist Deutscher Buchpreis 2008

Die erste Auswahl ist getroffen: Die Jury hat eine Vorentscheidung gefällt, wer in die engere Wahl für den Deutschen Buchpreis 2008 kommt. „Die Jury hatte das Glück, aus einer Vielzahl lesenswerter Romane auswählen zu können“, sagt Jurysprecher Rainer Moritz. Das thematische und stilistische Spektrum der Longlist sei deshalb auch erfreulich weit. „Insgesamt scheint es mir, als ob sich die Gegenwartsliteratur stärker öffnet und wieder mehr Eigensinnigkeit zeigt."

In den letzten fünf Monaten wurden von den sieben Jurymitgliedern 161 Titel gesichtet, die zwischen dem 1. Oktober 2007 und dem 17. September 2008 erschienen sind oder noch erscheinen.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

• Lukas Bärfuss: Hundert Tage (Wallstein, März 2008)

• Marcel Beyer: Kaltenburg (Suhrkamp, März 2008)

• Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten (Suhrkamp, September 2008)

• Karen Duve: Taxi (Eichborn Berlin, Mai 2008)

• Sherko Fatah: Das dunkle Schiff (Jung und Jung, Februar 2008)

• Olga Flor: Kollateralschaden (Zsolnay, Juli 2008)

• Norbert Gstrein: Die Winter im Süden (Hanser, August 2008)

• Peter Handke: Die morawische Nacht (Suhrkamp, Januar 2008)

• Iris Hanika: Treffen sich zwei (Droschl, Januar 2008)

• Martin Kluger: Der Vogel, der spazieren ging (DuMont, Februar 2008)

• Judith Kuckart: Die Verdächtige (DuMont, August 2008)

• Rolf Lappert: Nach Hause schwimmen (Hanser, Februar 2008)

• Norbert Niemann: Willkommen neue Träume (Hanser, August 2008)

• Karl-Heinz Ott: Ob wir wollen oder nicht (Hoffmann und Campe, August 2008)

• Hans Pleschinski: Ludwigshöhe (C. H. Beck, August 2008)

• Ingo Schulze: Adam und Evelyn (Berlin Verlag, August 2008)

• Uwe Tellkamp: Der Turm (Suhrkamp, September 2008)

• Uwe Timm: Halbschatten (Kiepenheuer & Witsch, August 2008)

• Martin Walser: Ein liebender Mann (Rowohlt, März 2008)

• Feridun Zaimoglu: Liebesbrand (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2008)

Von den Titeln der Longlist benennen die Juroren in einem nächsten Schritt sechs Titel für die Shortlist, die am 17. September 2008 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Anlässlich der Nominierung der Longlist-Titel erscheint das „Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2008“. Darin werden Leseproben und Hintergrundinformationen zu den auf der Longlist nominierten Romanen veröffentlicht. Es ist ab Samstag in Buchhandlungen kostenlos erhältlich.

Deutscher Buchpreis


Verfasst von Katja Krause am 20.08.2008.