Deutscher Buchpreis 2011: Die Shortlist

Die sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2011 stehen fest.
„Bundesrepublikanische Anti-Idyllen sind auf der Liste ebenso vertreten wie lakonische Gesellschaftsromane über die DDR. Die Helden tragen schwer an Heimat und Herkunft. Verwickelte Familienverhältnisse dienen oft als Fallbeispiele. Nicht nur die ostdeutsche Unterschicht und die Nomenklatura rücken dem Leser nahe, sondern auch das westdeutsche Studentenleben, die ostfriesische Provinz oder das globalisierte Ambiente einer Sicherheitsfirma“, sagt Jurysprecherin Maike Albath, Journalistin bei Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur. In den letzten fünf Monaten wurden von den sieben Jurymitgliedern 198 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2010 und dem 14. September 2011 erschienen sind.

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Jan Brandt, Gegen die Welt (DuMont, August 2011)
  • Michael Buselmeier, Wunsiedel (Das Wunderhorn, März 2011)
  • Angelika Klüssendorf, Das Mädchen (Kiepenheuer & Witsch, August 2011)
  • Sibylle Lewitscharoff, Blumenberg (Suhrkamp, September 2011)
  • Eugen Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt, September 2011)
  • Marlene Streeruwitz, Die Schmerzmacherin (S. Fischer, September 2011)

Der Preisträger erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Mit dem Deutschen Buchpreis 2011 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Die Preisverleihung findet am 10. Oktober 2011 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

Auszüge aus allen nominierten Romanen stehen über deutscherbuchpreis.libreka.de kostenlos zum Download bereit.

Weitere Informationen unter www.deutscher-buchpreis.de.


Verfasst von Katja Krause am 18.09.2011.