Ingeborg-Bachmann-Preis für Olga Martynova

Der Ingeborg-Bachmann-Preis wurde auf den 36. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt an Olga Martynova für ihren Text “Ich werde sagen: ‘Hi!’” vergeben — ein Kapitel aus ihrem neuen Roman „Mörikes Schlüsselbein“, der im kommenden Jahr bei Droschl erscheinen soll.

Olga Martynova, geboren 1962 und in Leningrad aufgewachsen, hat einen Hochschulabschluss in Russischer Sprache und Literatur. Seit 1991 lebt sie in Deutschland, heute in Frankfurt am Main. Sie schreibt auf Deutsch und auf Russisch. Seit 1999 verfasst sie Beiträge für “Die ZEIT”, “Frankfurter Rundschau”, “Neue Zürcher Zeitung”.

Juror Paul Jandl in seiner Laudatio: “Muss man bei Adam beginnen, um zu erklären worum es in der Literatur geht? Man muss nicht, aber man kann. Die Gartenpforte, das Hintertürchen ins Paradies ist die Literatur”. In Olga Martynovas Geschichte gehe es “um eine Kindheit, die endet, als eine kreative Rationalität beginnt: Ein junger Mann entdeckt, wie sich das erzählen lässt – und weil Olga Martynova eine große Schriftstellerin ist, entdeckt sie das in ihrem Text mit ihm”, fährt Jandl fort. “Er ist ein Schelm, wie er nur von Martynova erfunden sein kann, und er sagt ‘Hi’.”

Der Ingeborg-Bachmann-Preis, der von der der Stadt Klagenfurt gestiftet wird, ist mit 25.000 Euro dotiert.

Ein Interview mit Olga Martynova über den Wettbewerb in Klagenfurt, ihren Siegertext und die Vorzüge der Leichtigkeit gibt es auf boersenblatt.net


Verfasst von Katja Krause am 12.07.2012.
 

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