Deutscher Buchpreis für Ursula Krechel

Die Gewinnerin des mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Buchpreises 2012 ist Ursula Krechel. Sie erhält die Auszeichnung für ihren Roman „Landgericht“ (Jung und Jung Verlag), der die Geschichte des Richard Kornitzer erzählt, der 1933 aus dem Justizdienst in Berlin entlassen wird, 1939 nach Kuba flieht, 1948 zurückkehrt und sein Recht will.
„Ursula Krechel erzählt in ihrem Roman “Landgericht” die Lebensverwicklung des aus dem Exil zurückkehrenden Richters Richard Kornitzer. Er ist vom Glauben an Recht und Rechtsstaatlichkeit durchdrungen und zerbricht, als er in der Enge Nachkriegsdeutschlands den Kampf um die Wiederherstellung seiner Würde verliert. Die Sprache des Romans oszilliert zwischen Erzählung, Dokumentation, Essay und Analyse. Bald poetisch, bald lakonisch, zeichnet Krechel präzise ihr Bild der frühen Bundesrepublik – von der Architektur über die Lebensformen bis hinein in die Widersprüche der Familienpsychologie. “Landgericht” ist ein bewegender, politisch akuter, in seiner Anmutung bewundernswert kühler und moderner Roman“, so die Begründung der Jury.


Verfasst von Katja Krause am 08.10.2012.
 

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