Literaturnobelpreis 2013 für Alice Munro

Der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an die kanadische Schriftstellerin Alice Munro. Die Jury bezeichnete sie als “Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte”.

Alice Munro wurde 1931 in Ontario geboren und gehört zu den bedeutendsten Autorinnen der Gegenwart. 1968 debütierte sie mit dem Erzählband “Tanz der seligen Geister”. Seitdem sind weitere dreizehn Kurzgeschichtenbände erschienen, darunter “Die Liebe einer Frau” (1998, dt. 2002), “Himmel und Hölle” (2001, dt. 2004) und “Tricks” (2004, dt. 2006). In Munros Erzählungen stehen meist Frauengestalten im Zentrum; ihre Themen sind Liebe, Ehe und das Verhältnis der Geschlechter. 2009 wurde sie mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet.

Der Literaturkritiker Denis Scheck bezeichnete die Auszeichnung Munros mit dem Nobelpreis eine “sensationelle Wahl”. “Das ist nicht nur eine Entscheidung für die neben Margaret Atwood tollste kanadische Autorin, sondern auch eine Entscheidung für die Form der Erzählung”, sagte Scheck der Nachrichtenagentur dpa. Munro habe diese Erzählform ins 21. Jahrhundert hinübergerettet.

Jörg Bong, Programmchef des S. Fischer Verlags, bei dem Munros Bücher in Deutschland erscheinen, verrät, dass ein neuer Erzählband in Vorbereitung ist. “Dear Life” (“Liebes Leben”) liegt in englischer Sprache bereits vor und soll im März 2014 auch auf deutsch erscheinen.

Der Nobelpreis für Literatur gilt als wichtigste literarische Auszeichnung der Welt und ist mit 8 Millionen Schwedischen Kronen (etwa 920.000 Euro) dotiert.


Verfasst von Katja Krause am 11.10.2013.
 

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