Literaturnobelpreis für Doris Lessing

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr überraschend an die britische Schriftstellerin Doris Lessing. Zu den Hauptwerken der politisch engagierten 87-Jährigen gehört der Feminismus-Klassiker “Das goldene Notizbuch”.
Lessing wurde gewürdigt als “Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat”.
Zu den bekanntesten Werken Lessings zählen unter anderem “Afrikanische Tragödie”, “Das goldene Notizbuch”, “Unter der Haut”, “Schritte im Schatten” und “Die Kluft”. Lessing gilt neben Virginia Woolf als eine der wichtigsten weiblichen Persönlichkeiten der britischen Literatur.
Besonders das 1961 veröffentlichte “Notizbuch” wird als Hauptwerk Lessings und als moderner Klassiker betrachtet. Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei politisch engagierte, intellektuelle Frauen, die sich gegen die Dominanz der Männer durchsetzen wollen. Das Buch gilt wegen dieser emanzipatorischen Thematik als Meilenstein der feministischen Literatur.
Lessing galt seit mehr als 30 Jahren als Kandidatin für den Literaturnobelpreis. Sie selbst mutmaßte einmal: “Ich bekomme ihn nie”. Kurz vor ihrem 88. Geburtstag am 22. Oktober darf sich die britische Autorin jetzt mit der höchsten Auszeichnung der Literaturwelt schmücken.

Die feierliche Verleihung der Nobelpreise in Stockholm findet traditionell am 10. Dezember statt – an Alfred Nobels Todestag.


Verfasst von Katja Krause am 11.10.2007.
 

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